Gewagte Wette 05.02.2020 06:08:00

Kann der Goldpreis bis 2021 bis auf 4.000 US-Dollar oder gar noch höher klettern?

Kann der Goldpreis bis 2021 bis auf 4.000 US-Dollar oder gar noch höher klettern?

• Goldpreis konnte im Jahresverlauf zulegen
• Anleger kauft Optionsscheine
• Preissteigerung bis auf über 4.000 US-Dollar möglich?

Der Goldpreis konnte 2019 deutlich zulegen. Während er mit 1.284,55 US-Dollar bzw. 1.130,96 Euro ins Jahr startete, lag er Anfang Dezember bei 1.463,10 US-Dollar bzw. 1.320,89 Euro. Und die Aufwärtsbewegung hat sich auch 2020 fortgesetzt: Bei 1.435,69 Euro markierte der Goldpreis Ende Januar ein neues Allzeithoch. Profitiert hat das Edelmetall vor allem von der globalen Unsicherheit durch den Handelsstreit und die Eintrübung der Konjunktur weltweit, die sichere Häfen für Anleger wieder interessanter machte. Außerdem breiten sich Sorgen wegen des Corona-Virus weiter aus, was den sicheren Häfen ebenfalls Auftrieb gibt.

Ein Spekulant rechnet, laut Bloomberg, nun damit, dass es noch deutlich steiler bergauf gehen könnte. Er wettet darauf, dass der Goldpreis bis zum Juni 2021 die Marke von 4.000 US-Dollar knacken könnte.

Wette auf mehr als 4.000 US-Dollar

Im vergangenen Jahr kaufte ein Anleger Optionsscheine für 3,50 US-Dollar pro Schein, mit denen er das Recht erhält, das beliebte Metall im Juni 2021 für 4.000 US-Dollar pro Unze zu kaufen. Gewinne wird der Spekulant oder Hedger nur machen, wenn der Goldpreis bis Juni nächsten Jahres auf mehr als 4.000 Dollar gestiegen sein wird.

Oliver Baron, Experte für Anlagestrategien, mutmaßt in einem Bericht bei godmode-trader.de, dass es sich bei der Wette auf den enorm hohen Goldpreis vielleicht auch um ein Hedging-Geschäft handeln könnte, "bei dem zum Beispiel ein großer Käufer von Gold (ein Schmuckkonzern?) sich gegen das Risiko eines drastischen Goldpreisanstiegs absichern ("hedgen") will".

"Es ist wie eine 18-monatige Lebensversicherung; wie wird die Welt aussehen, wenn Gold bei 4.000 US-Dollar liegt", zitiert Bloomberg aus einer E-Mail von Tai Wong, verantwortlich für den Metall-Derivatehandel bei BMO Capital Markets. Der Käufer würde laut Wang auf eine schnelle, heftige Bewegung hoffen und er scheint diese enorme Preissteigerung für möglich zu halten, sonst hätte er die Optionsscheine wohl nicht zu diesem Basispreis gekauft.

Utopischer Wert?

Bloomberg berichtet weiter, dass die Gold-Futures in der Vergangenheit schon einmal deutlich angestiegen sind, als die Federal Reserve 2011 mehr als zwei Billionen Schulden kaufte, um die US-Wirtschaft anzukurbeln. Doch ein Anstieg bis auf 4.000 US-Dollar würde eine Wertsteigerung von rund 174 Prozent zum aktuellen Goldpreis bedeuten, was eine recht gewagte Prognose sein dürfte. Der Dollar-Goldpreis konnte in diesem Jahr zwar deutlich klettern, dennoch liegt er immer noch klar unter seinem Allzeithoch von 2011 bei rund 1.920 US-Dollar.

Redaktion finanzen.at

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