Investment-Guru mit Zahlen 26.02.2024 22:27:00

Berkshire Hathaway-Aktie fällt nach anfänglichen Gewinnen zurück: Warren Buffetts Investmentvehikel Berkshire Hathaway übertrifft Erwartungen

Berkshire Hathaway-Aktie fällt nach anfänglichen Gewinnen zurück: Warren Buffetts Investmentvehikel Berkshire Hathaway übertrifft Erwartungen

Die Quartalsbilanz von Berkshire Hathaway wird von Anlegern regelmäßig mit Spannung erwartet. Am Samstag hat der Starinvestor seine Bücher geöffnet und einen Einblick in die Geschäftsentwicklung des vierten Quartals 2023 gegeben.

Der operative Gewinn lag im letzten Jahresviertel 2023 bei 8,481 Milliarden US-Dollar, was 28 Prozent über dem Vorjahreswert von 6,625 Milliarden US-Dollar liegt.

Das Ergebnis je A-Aktie lag bei 5.881 US-Dollar nach 4.116 US-Dollar vor Jahresfrist. Damit schlug sich die Investmentholding um 30 Prozent besser als im vierten Quartal 2022 als sowie erwartet. Die Analystenschätzungen hatten sich im Vorfeld auf ein EPS von 5.717 US-Dollar belaufen.

Buffetts Holding hielt im vierten Quartal außerdem 167,6 Milliarden US-Dollar an Barmitteln, ein Rekordwert, der die 157,2 Milliarden US-Dollar übersteigt, die das Konglomerat im Vorquartal hielt.

Jahresbilanz der Buffett-Holding

Für das Gesamtjahr 2023 meldete Berkshire Hathaway einen Betriebsgewinn von 37,35 Milliarden US-Dollar - ebenfalls ein Anstieg von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 30,853 Milliarden US-Dollar.

Buffetts Investmentvehikel gehören unter anderem der Versicherer Geico, die Eisenbahngesellschaft BNSF und der Batteriehersteller Duracell. Das Versicherungsgeschäft war im vergangenen Jahr ein Treiber für den Anstieg des operativen Gewinns.

Der Reingewinn der Holding lag bei 96 Milliarden Dollar nach einem Verlust von 23 Milliarden Dollar ein Jahr zuvor. Doch Buffett selbst bezeichnete diese Zahl "schlimmer als nutzlos", da sie von Buchgewinnen- und Verlusten verzerrt werde und nur bedingt Aufschluss über das Wirtschaften in einem bestimmten Zeitraum gebe.

Buffett würdigt Munger in Brief an Aktionäre

Buffett würdigte in dem Brief an die Aktionäre auch seinen langjährigen Weggefährten Charlie Munger, der Ende November wenige Wochen vor seinem 100. Geburtstag starb. Munger sei der wahre Architekt von Berkshire Hathaway gewesen, betonte Buffett. Für ihn selbst sei Munger "teils ein älterer Bruder, teils ein liebevoller Vater" gewesen.

Zudem sieht der 93-Jährige derzeit kaum spannende Investitionsobjekte. In den USA gebe es nur "eine Handvoll" Unternehmen, die bei seiner Holding für große Sprünge sorgen könnten - und diese hätten er und andere schon lange im Blick, hieß es im Jahresbericht für 2023 am Samstag. Im Ausland sieht Buffett gar keine passenden Kandidaten für die Geldanlage.

13 F legt Berkshire-Depot offen

Zuletzt hatte die Buffett-Holding das Formular 13 für das vierte Quartal 2023 bei der SEC offenlegen müssen. Hier sind alle Beteilungen des Investmentvehikels aufgeführt. Die Paramount-Aktie hatte es dabei nicht mehr in die Top 15 des Starinvestors geschafft.



Berkshire Hathaway nach Rekordhoch leicht im Minus

Die B-Aktien von Berkshire Hathaway haben am Montag ihre Rekordrally zunächst fulminant fortgesetzt und sich damit in puncto Marktbewertung weiter der Marke von einer Billion US-Dollar genähert. Die Holding des legendären Investors Warren Buffett wäre damit der erste US-Wert außerhalb des Technologie-Sektors, der diese Schallmauer durchbrechen würde.

Überraschend positive Geschäftszahlen hatten die Papiere im frühen Handel um drei Prozent auf 430 US-Dollar in die Höhe schnellen lassen. Kurz danach setzten jedoch Gewinnmitnahmen ein und die Anteilscheine rutschten ins Minus. Zum Handelsschluss gaben sie um 1,94 Prozent auf rund 409,14 Dollar nach. Berkshire Hathaway ist damit aktuell gut 905 Milliarden Dollar schwer. Die A-Aktien der Holding notieren derweil 2,16 Prozent tiefer bei 615.356 US-Dollar.

Der Reingewinn der Holding lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 96 Milliarden Dollar nach einem Verlust von 23 Milliarden Dollar ein Jahr zuvor. Doch Buffett selbst bezeichnete diese Zahl "schlimmer als nutzlos", da sie von Buchgewinnen- und Verlusten verzerrt werde und nur bedingt Aufschluss über das Wirtschaften in einem bestimmten Zeitraum gebe. Im Schlussquartal vergangenen Jahres legte das operative Ergebnis im Jahresvergleich stärker als erwartet zu.

Für mehr Gesprächsstoff sorgte, dass die Holding derzeit auf Rekord-Geldreserven von mehr als 160 Milliarden Dollar sitzt. Buffett sieht aktuell kaum spannende Investitionsobjekte. In den USA gebe es nur "eine Handvoll" Unternehmen, die bei Berkshire Hathaway für große Sprünge sorgen könnten - und diese hätten er und andere schon lange im Blick, hieß es im Jahresbericht für 2023. Im Ausland sieht der Investor gar keine passenden Kandidaten für die Geldanlage.

"Der Großmeister ist vorsichtig", schrieb Konstantin Oldenburger, Marktanalyst beim Handelshaus CMC Markets. Buffett finde aktuell keine Aktien, die er zu vernünftigen Preisen kaufen könne und wolle. Der erfahrene Investor warte damit eventuell auf einen Wendepunkt an den Märkten.

Redaktion finanzen.at / dpa-AFX

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Bildquelle: Jonathan Weiss / Shutterstock.com,360b / Shutterstock.com

Analysen zu Berkshire Hathaway Inc. Amehr Analysen

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