Geändert am: 05.10.2022 22:05:36

Gewinnmitnahmen nach starkem Wochenauftakt: Wall Street beendet Handel im Minus -- ATX und DAX schließen niedriger -- Asiens Börsen letztlich in Grün

AUSTRIA

Am heimischen Aktienmarkt wurden am Mittwoch Verluste eingefahren.

Der ATX zeigte sich kurz nach Handelsbeginn noch etwas fester, drehte dann aber rasch ins Minus. Im Tagesverlauf erhöhten sich die Einbußen. Letztlich ging der ATX 0,61 Prozent tiefer bei 2.797,11 Zählern aus dem Mittwochshandel.

Die Wiener Börse präsentierte sich am Mittwoch mit schwacher Tendenz. Marktteilnehmer verwiesen auf europaweit zurückhaltende Anleger nach dem jüngsten Erholungsschub an den Börsen. Allein am Vortag war der heimische Leitindex um satte 3,5 Prozent nach oben gesprungen.

Zudem wurden am Berichtstag enttäuschende Konjunkturindikatoren aus dem Euroraum publiziert, wodurch die Sorgen vor einer Rezession wieder befeuert wurden. Die Unternehmensstimmung in der Eurozone hat sich im September stärker eingetrübt und ist auf den tiefsten Stand seit Jänner 2021 gefallen. Der Einkaufsmanagerindex von S&P Global liegt zudem weiter unter der Marke von 50 Punkten, die Wachstum von Schrumpfung trennt.

Am heimischen Aktienmarkt gestaltete sich die Meldungslage auf Unternehmensseite unverändert sehr dünn. Die Lenzing-Aktie zog mit einem Kursabschlag von zeitweise mehr als sieben Prozent die Aufmerksamkeit der Anleger auf sich.

DEUTSCHLAND

Anleger in Deutschland schalteten am Mittwoch einen Gang zurück.

Der DAX stand zur Eröffnung tiefer und tauchte dann schrittweise weiter in die Verlustzone ein. Schließlich ging der deutsche Leitindex bei 12.517,18 Zählern aus dem Handel (-1,21 Prozent). Immerhin konnte der DAX damit die 12.500-Punkte-Marke wieder zurückerobern, nachdem er diese zwischenzeitlich unterschritten hatte.

Nach zweitägiger Erholungsrally legte der DAX am Mittwoch eine Verschnaufpause ein. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen. In der Vorwoche war der DAX mit 11.862 Punkten auf den tiefsten Stand seit November 2020 gefallen. Von diesem Niveau aus konnte er sich jüngst um fast sieben Prozent erholen. "Wie nachhaltig diese Bewegung ist, wird sich noch zeigen müssen", erläuterten die Experten der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Viel Negatives sei wohl eingepreist. Zudem seien deutsche Standardwerte inzwischen unterbewertet. Das schließe zwar neuerliche Kursverluste nicht aus, doch die Hoffnungen auf eine Bodenbildung stiegen.

Die Risikofreude der Anleger wurde in den vergangenen Tagen angesichts schwacher US-Konjunkturdaten genährt durch die Hoffnung auf eine weniger restriktive Geldpolitik der US-Notenbank Fed. Ob es dazu kommt, dürfte letztlich besonders von der Entwicklung des Arbeitsmarktes in den Vereinigten Staaten abhängen, weshalb Anleger bereits auf den am Freitag anstehenden offiziellen Jobbericht für September hinfiebern. Bereits an diesem Mittwoch veröffentlichte Daten des Arbeitsmarktdienstleisters ADP zeigten, dass die Privatwirtschaft der USA im September etwas mehr Arbeitsplätze schuf als erwartet. Dies könnten Anleger wiederum als Signal für eine Weiterführung des harten geldpolitischen Kurses der Fed werten.

WALL STREET

Der US-Aktienmarkt tendierte zur Wochenmitte mit Verlusten.

Der Dow Jones ging bereits tiefer in den Handel, schaffte es zeitweise jedoch ins Plus, fiel letztlich jedoch 0,14 Prozent auf 30.274,80 Punkte zurück. Beim technologielastigen NASDAQ Composite ging es anfänglich ebenfalls bergab. Auch wenn er es zwischenzeitlich an die Nulllinie schaffte, gab er zum Handelsschluss 0,25 Prozent auf 11.148,64 Zähler nach.

Die US-Aktien zeigten sich am Mittwoch schwächer, nachdem sie einen fulminanten Start ins neue Quartal hinter sich haben - es war der beste seit 1938. Nach einem solchen Auftakt sei eine Gegenbewegung erwartbar gewesen, sagten Teilnehmer. Die Rally folgte auf drei Quartale mit Rückgängen, in denen der S&P 500 rund 25 Prozent abgegeben hatte.

Grund für die Erholung waren neben Käufen zum Quartalsbeginn Spekulationen auf eine weniger harsche Geldpolitik der US-Notenbank und anderer Notenbanken. Vor einer Woche gingen die Märkte noch davon aus, dass die US-Leitzinsen im April 2023 einen Höchststand von fast 4,8 Prozent erreichen würden, doch diese Zahl ist inzwischen auf 4,5 Prozent gesunken. Umso größer ist die Neugier auf Aussagen von Notenbankern.

Unabhängig von der Begründung sei der Markt aber auch generell überverkauft gewesen, sagen Händler. Allerdings gingen die meisten Teilnehmer nach den Erfahrungen des laufenden Jahres davon aus, dass es sich um eine weitere Rally innerhalb eines Bärenmarkts handelt. Zur näheren Orientierung wird der US-Arbeitsmarktbericht am Freitag dienen, auf den es am Mittwoch mit den ADP-Daten schon einmal einen Vorgeschmack gab. Sie fielen im Rahmen der Erwartungen aus.

ASIEN

Am Mittwoch legten die Märkte Asiens zu.

Der Nikkei in Japan stieg letztlich 0,48 Prozent auf 27.120,53 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland wird feiertagsbedingt aufgrund der "Goldenen Woche" bis einschließlich Freitag nicht gehandelt. Der Shanghai Composite verharrte daher auf seinem Schlussstand von Freitag. Da ging es 0,55 Prozent auf 3.024,39 Zähler runter. In Hongkong gewann der Hang Seng am Mittwoch derweil kräftige 5,9 Prozent auf 18.087,97 Zähler.

Schwache US-Konjunkturdaten sorgten für Hoffnungen unter Anlegern, die Zeit der restriktiven Geldpolitik könnte sich langsam wieder dem Ende neigen. Der Aktienmarkt in Hongkong holte nach seiner Feiertagspause eine kräftige Erholung nach.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX

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NIKKEI 225 28 283,03 -0,35%
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