Geändert am: 11.09.2019 22:04:15

US-Börsen legen zu -- ATX schließt im Plus -- DAX deutlich stärker -- Asiens Börsen schlussendlich mehrheitlich mit Aufschlägen

AUSTRIA

An der Wiener Börse herrschte am Mittwoch zunächst Kauflaune, die anfänglichen Gewinne wurden bis Handelsende jedoch größtenteils wieder abgegeben.

Der ATX hatte fester eröffnet und im weiteren Verlauf zunächst deutlich zugelegt, am Ende schloss er jedoch nur mit einem Plus von 0,25 Prozent bei 3.000,21 Zählern.

Unterstützt von einer klar positiven internationalen Börsenstimmung zeigte sich der heimische Markt weiterhin auf dem Weg nach oben. Der ATX verzeichnete dabei seinem sechsten Gewinntag in Folge.

Auf Unternehmensebene lagen in Wien keine fundamentalen Nachrichten vor. In Europa stand bereits die am Donnerstag anstehende Bekanntgabe der Zinsentscheidung der EZB im Fokus.

DEUTSCHLAND

Am deutschen Aktienmarkt übernahmen am Mittwoch die Bullen das Ruder.

Der DAX hatte den neuen Handelstag mit einem Aufschlag begonnen und ging schließlich 0,74 Prozent stärker bei 12.359,07 Punkten in den Feierabend.

Versöhnlichere Töne aus China im Handelsstreit mit den USA haben am Mittwoch die wieder risikofreudigeren Anleger bestärkt. "Der Leitindex hat es wieder über 12.300 Punkte geschafft und hält sich dort", sagte Marktbeobachter Andreas Lipkow von der Comdirect Bank. Das zeuge von einer "gewissen Robustheit". Hilfreich sei die Nachricht aus China gewesen, eine Reihe von US-Produkten von der Strafzoll-Liste streichen zu wollen. "Politikbeobachter werten diesen Schritt als Entgegenkommen Chinas, um den Handelskonflikt mit den USA schneller beilegen zu können", sagte er.

Gespannt warten die Anleger nach wie vor auch auf die Leitzinsentscheidung der Europäischen Zentralbank an diesem Donnerstag. Dabei interessiert besonders, wie stark die Notenbank ihren Satz für Bankeinlagen absenken wird, was für Banken letztlich steigende Strafzinsen bedeutet. Auch fragt sich wohl so mancher, ob es ein neues Anleihekaufprogramm geben könnte oder ob zumindest die Bereitschaft dazu signalisiert wird. "Bisher ist die Erwartungshaltung an die EZB sehr hoch, aber durchweg mit positivem Grundton gefärbt", sagte Lipkow. Eine Enttäuschung sei daher möglich und könne wieder zu verstärkten Schwankungen an den Börsen führen.

WALL STREET

An den US-Börsen ging es am Mittwoch aufwärts.

Der Dow Jones baut e seine Gewinne im Handelsverlauf aus und verabschiedete sich 0,84 Prozent fester bei 27.136,30 Punkten in den Feierabend. Auch der Techwerteindex NASDAQ Composite verzeichnete zur Wochenmitte Aufschläge und schloss mit einem Plus von 1,06 Prozent bei 8.169,68 Indexpunkten.

Dass China Listen mit Importprodukten veröffentlicht hat, die im Handelsstreit mit den USA von höheren Zöllen ausgenommen sein sollen, weil sich beide Seiten auf die nächste Runde der Handelsgespräche im Oktober vorbereiten, lockte die Anleger aus der Reserve. Eine Nebenrolle spielte im Handel, dass laut einer Umfrage US-Unternehmen ihre Engagements in China wegen des sich dort verlangsamenden Wachstums und des andauernden Handelsstreits zurückfahren. In der Umfrage ist von sinkenden Umsätzen, verringerten Investitionen und Stellenabbau die Rede.

Etwas dämpfend wirkte laut Marktbeobachtern, dass die Erwartungen an das EZB-Treffen am Donnerstag zuletzt etwas gesunken seien. So rechneten viele Akteure nun mit weniger geldpolitischen Stimuli für die lahmende Wirtschaft als noch vor einigen Tagen. Dabei geht es besonders darum, ob die EZB erneut damit beginnt, Wertpapiere zu kaufen, sogenanntes Quantative Easing.

ASIEN

Die Aktienmärkte in Asien zeigten sich zur Wochenmitte mehrheitlich mit Aufschlägen.

In Japan wies der Nikkei zum Schluss einen Zuwachs von 0,96 Prozent auf 21.597,76 Punkte aus.

Der Shanghai Composite auf dem chinesischen Festland verlor 0,41 Prozent auf 3.008,81 Zähler, während der Hang Seng in Hongkong 1,78 Prozent auf 27.159,06 Einheiten gewann.

Während Tokio und Hongkong zulegten, verzeichnete die Börse in Schanghai gegen den Trend leichte Abgaben. Für verhaltene Kauflaune sorgten vor allem Hoffnungen auf eine lockere Geldpolitik der EZB. Von der Wall Street kamen leicht positive Impulse, denn die Erholung zum Handelsende hin stützte auch in Asien etwas die Kurse.

Die Blicke der Anleger richteten sich auf die EZB-Sitzung am Donnerstag - die vorletzte unter Präsident Mario Draghi. Erwartet wird eine Lockerung, doch wie diese aussehen wird, darüber besteht keine Einigkeit. Ökonomen rechnen damit, dass die EZB neue Nettoanleihekäufe beschließen wird, aber auch eine Senkung des Einlagensatzes wird am Markt erwartet.

In der kommenden Woche steht zudem die Sitzung der US-Notenbank an, bei der von Anlegern fest mit einer Zinssenkung gerechnet wird. Auch das Ausbleiben schlechter Nachrichten hinsichtlich des Handelsstreits zwischen den USA und China ermutigte die Anleger, hieß es von Marktteilnehmern. Derweil hat Peking im Vorfeld der nächsten Runde von Handelsgesprächen mit den USA zwei Listen mit Produkten veröffentlicht, die von höheren Strafzöllen auf US-Waren ausgenommen sein sollen.

Das Tauziehen im Handelskonflikt zwischen den beiden größten Volkswirtschaften werde sicherlich weitergehen, so Stratege Stephen Innes von Axitrader. Jedoch nehme die Einschätzung zu, dass sich die Verhandlungsstimmung auf neutral verschieben könnte. Auch die Entlassung des US-Sicherheitsbeauftragen John Bolton sei ein gutes Zeichen für die Märkte. Aus geopolitischer Sicht verringere sich das Kriegsrisiko, insbesondere mit Blick auf Syrien, Venezuela und den Iran. Zudem dürfte sich hierdurch eine Tür zu Gesprächen mit Nordkorea öffnen, sagte der Stratege.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa

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11.09.19 Consort Medical PLC / Hauptversammlung
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Dow Jones 25 409,36
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NASDAQ Comp. 8 567,37
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NIKKEI 225 21 142,96
-3,67%
Hang Seng 26 129,93
-2,42%
ATX 2 778,11
-2,38%
Shanghai Composite 2 991,33
0,11%
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