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Geändert am: 18.06.2019 22:10:15

ATX beendet den Handel im Plus -- Dow Jones zieht an -- DAX klettert zum Börsenschluss kräftig -- Asiens Börsen enden uneinheitlich

AUSTRIA

Die Wiener Börse zeigte sich im Dienstagshandel mit Gewinnen.

Der ATX legte seit dem Vormittag deutlich zu und schloss 1,52 Prozent höher bei 2.964,04 Punkten.

Aussagen des EZB-Chefs Mario Draghi hatten den europäischen Aktienbörsen Schwung verliehen. Bei seiner Rede auf einer Notenbankkonferenz in Portugal stellte Draghi eine erneute Lockerung der Geldpolitik in Aussicht, sollten sich die konjunkturellen Vorzeichen nicht verbessern. Daraufhin gab der Euro gegenüber dem Dollar spürbar nach und die Leitindizes in Europa weiteten ihre Gewinne aus.

Das ZEW-Konjunkturbarometer für die Erwartungen deutscher Börsenexperten schien Draghis Aussagen noch zu unterstreichen. Der Indikator für die Konjunkturerwartungen von Analysten und Anlegern gab das zweite Mal in Folge und überraschend deutlich nach. Aus den USA kamen unterdessen gemischte Signale aus der Baubranche.

In Wien stand eine Zahlenvorlage im Fokus: In der Früh legte Kapsch TrafficCom Ergebnisse für das abgelaufene Geschäftsjahr vor. Die Nachricht, dass der Europäische Gerichtshof die deutsche Pkw-Maut als EU-rechtswidrig einstuft, sorgte bei Kapsch für Kursbewegung. Der Mautsystemanbieter ist Teil des Konsortiums, das die Pkw-Maut auf deutschen Straßen ab Herbst 2020 erfassen hätte sollen.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Leitindex drehte am Dienstag ins Plus und konnte mehr als zwei Prozent gewinnen.

Der DAX konnte nach einem vorübergehenden Abschlag in die Gewinnzone drehen und deutlich zulegen. Er beendete den Handel 2,03 Prozent höher bei 12.331,75 Zählern.

Die Hoffnung auf konjunkturelle Unterstützung durch die Europäische Zentralbank (EZB) hatte am deutschen Aktienmarkt zu einem Stimmungsumschwung geführt. Der Leitindex DAX machte anfängliche Verluste wett und stieg deutlich.

Die Europäische Zentralbank (EZB) steuert auf eine noch lockerere Geldpolitik zu. Sollte sich der Wirtschaftsausblick nicht bessern, sei eine zusätzliche Lockerung notwendig, sagte Notenbankpräsident Mario Draghi auf einer Konferenz im portugiesischen Sintra. Zusätzliche Zinssenkungen und weitere Anleihekäufe seien denkbar, sie gehörten zum Instrumentenkasten.

Am Markt wird nun bereits über eine Zinssenkung der Europäischen Zentralbank noch in diesem Jahr spekuliert. Dazu passend fiel die Rendite auf zehnjährige Bundesanleihen auf ein Rekordtief.

Niedrige Zinsen ließen Aktien gegenüber Anleihen in einem besseren Licht erscheinen. Dementsprechend hätten die Aussagen Draghis an der Börse wieder die Renditejäger angelockt, schrieb Marktanalyst Salah Bouhmidi vom Handelshaus DailyFX.

Auf Unternehmensseite standen Technologiewerte im Fokus. So besorgte sich der Chiphersteller Infineon einen Teil der benötigen Milliarden für die Übernahme des US-Konkurrenten Cypress Semiconductor durch eine Kapitalerhöhung. Darüber hinaus senkte Siltronic die Erwartungen an wichtige Kennziffern im laufenden Geschäftsjahr.

WALL STREET

Am Dienstag präsentierte sich die Wall Street mit grünen Vorzeichen.

Der Dow Jones eröffnete mit einem kleinen Gewinn und baute diesen im weiteren Handelsverlauf deutlich auf zuletzt 1,36 Prozent und damit 26.466,83 Punkte aus. Auch der NASDAQ Composite zog um 1,39 Prozent auf 7.953,88 Zähler an.

Getrieben wurden die Aktienmärkte derzeit vor allem von der Hoffnung auf eine lockere Zinspolitik als Reaktion auf Signale einer sich abschwächenden Konjunktur. Am Vormittag europäischer Zeit hatte EZB-Präsident Mario Draghi bereits eine anhaltend lockere Geldpolitik angekündigt mit möglichen weiteren Schritten. Dies könnte auch die Bereitschaft zu entsprechendem Handeln der US-Notenbank erhöhen. US-Präsident Donald Trump hat sich bereits über die Euro-drückenden Bemerkungen Draghis beschwert.

Jedenfalls hat die Fed einigen Spielraum für Zinssenkungen. Zwar haben sich die Verbraucherausgaben in jüngster Zeit recht solide entwickelt, doch Produktion, Inflation und weltweites Wachstum zeigen Schwäche - und haben dies bereits vor den aktuellen Handelskonflikten getan. Die vorbörslich veröffentlichten Baubeginne lagen unter den Prognosen, allerdings wurde der Vormonat nach oben revidiert. Die Entscheidung der US-Notenbank erfolgt am Mittwoch im Verlauf des Nachmittagshandels New Yorker Zeit.

Allerdings warnen Teilnehmer vor zu hochgesteckten Erwartungen. "Eine nicht so taubenhafte Sprache könnte eine Enttäuschung für die Märkte sein und US-Aktien und -Anleihen ins Schlingern bringen", sagt Marktanalystin Ipek Ozkardeskaya von LCG Capital. Hauptrisikofaktor von geopolitischer Seite bleibt der Konflikt zwischen den USA und Iran. Von dort ist jederzeit mit Störfeuern für die Märkte zu rechnen.

ASIEN

Die Aktienmärkte in Asien präsentierten sich am Dienstag mit unterschiedlichen Vorzeichen.

In Tokio stand der Leitindex Nikkei 225 0,72 Prozent tiefer bei 20.972,71 Punkten.

Auf dem chinesischen Festland trat der Shanghai Composite auf der Stelle mit einem kleinen Plus von 0,09 Prozent auf 2.890,16 Zähler. Der Hang Seng in Hongkong konnte unterdessen ein Prozent auf 27.498,77 Indexpunkte zulegen.

Im Fokus stand die am Dienstag beginnende zweitägige Sitzung der US-Notenbank, wobei Anleger insbesondere die zinspolitische Entscheidung am Mittwoch und die Pressekonferenz von Notenbankchef Jerome Powell gespannt erwarteten. Obwohl in diesem Monat mit keiner Zinssenkung gerechnet wird, könnten Powells Aussagen zur wirtschaftlichen Entwicklung die Zinssenkungsspekulation anheizen.

"Angesichts spärlicher Konjunkturdaten und keiner signifikanten Entwicklung im Handelskonflikt zwischen den USA und China wird die Stimmung in Asien voraussichtlich zurückhaltend bleiben, weil die Anleger die US-Notenbanksitzung und mögliche Anpassungen der Zinsprognose abwarten, bevor sie sich auf riskantere Geschäfte einlassen", sagten die ING-Ökonomen Nicholas Mapa und Prakash Sakpal.

Für Zurückhaltung sorgte zudem der Konflikt zwischen den USA und dem Iran, der weiter an Schärfe zunahm. Zu den mutmaßlichen Angriffen auf zwei Tanker im Golf von Oman in der Vorwoche hatten die USA neue Bilder veröffentlicht, die die Verantwortung des Iran belegen sollen. Zudem wollen die USA rund tausend weitere Soldaten in die Nahost-Region verlegen.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa


Bildquelle: wienerborse.at, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com

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