Geändert am: 22.08.2019 22:06:17

ATX gibt zum Handelsende ab -- DAX schließt klar im Minus -- Wall Street zum Schluss uneinig -- Asiens Börsen letztlich uneinheitlich

AUSTRIA

Die Wiener Börse verbuchte im Donnerstagshandel Verluste.

Der ATX bewegte sich auf rotem Terrain. Er schloss 0,47 Prozent tiefer bei 2.929,77 Indexpunkten.

Die Anleger an der Wiener Börse haben sich am Donnerstag nach den jüngsten Gewinnen zurückgezogen.

Das am Vorabend veröffentlichte Protokoll der jüngsten Sitzung der US-Notenbank gab den Märkten keine klaren neuen Signale. Die Vorabschätzungen der Einkaufsmanagerindizes in Deutschland und Frankreich lagen etwas über den Erwartungen der Ökonomen.

Die Berichtssaison setzte mit Geschäftsberichten von SBO und EVN zum Endspurt an. Größere Ausschläge bei Einzelwerten blieben aber aus.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt gab seine Gewinne am Donnerstag wieder ab.

Der DAX notierte zum Börsenstart mit einem Minus, konnte im Verlauf zwar ins Plus drehen, fiel dann aber wieder unter die Nulllinie zurück. Schlussendlich ging er 0,47 Prozent schwächer bei 11.747,04 Einheiten aus dem Handel.

Auch solide Konjunkturdaten aus der Eurozone haben Anleger am Donnerstag nicht aus ihrer Lethargie gerissen. Zu sehr richteten sich die Blicke auf das am Freitag beginnende Notenbanker-Symposium in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming. Auch das am Vorabend veröffentlichte Protokoll der jüngsten Sitzung der US-Notenbank Fed konnte keine Akzente setzen.

"Die Marktteilnehmer konnten keine Tendenzen für eine stärkere Lockerung der US-Geldmarktpolitik erkennen", sagte Marktexperte Andreas Lipkow von der Comdirect Bank zum Fed-Protokoll. Somit gehe das Rätselraten und das Warten auf weitere Signale von den Notenbankern weiter. Spannend werden könnte es am Freitag, wenn Fed-Chef Jerome Powell die Notenbanktagung in Jackson Hole mit seiner Rede eröffnet.

Bei den Einzelwerten stand OSRAM erneut im Fokus. Der Lichtkonzern hat den Weg für ein Übernahmeangebot des österreichischen Chipkonzerns ams freigemacht. Vorstand und Aufsichtsrat von OSRAM hoben das Stillhalteabkommen mit ams auf und unterzeichneten eine Kooperationsvereinbarung.

WALL STREET

Die Wall Street zeigt sich unentschlossen.

Der Dow Jones verbuchte zum Start ein Plus. Nach einem Wechsel zwischen Gewinnen und Verlusten notierte er letztendlich doch 0,19 Prozent höher bei 26.252,24 Punkten. Daneben wies der Techwerteindex NASDAQ Composite zur Handelseröffnung einen Aufschlag aus. Er fiel im Verlauf jedoch auf rotes Terrain zurück und beendete den Tag 0,36 Prozent schwächer bei 7.991,39 Einheiten.

Nach den uneindeutigen geldpolitischen Signalen vom Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung erwarten Anleger weitere Hinweise von der Rede des Fed-Chefs Jerome Powell auf dem Notenbank-Treffen in Jackson Hole am Freitag. Da die Meinungen innerhalb der Notenbank sehr konträr seien, könne Powell für die kommende Sitzung keine definitive Zinssenkung in Aussicht stellen, glaubt Analyst Thomas Altmann von QC Partners. Eine zu abwartende Haltung aber würde die Anleger enttäuschen.

Jüngste US-Konjunkturdaten weckten derweil Zweifel, ob die Fed ihre Geldpolitik tatsächlich stark lockert, um die Wirtschaft anzukurbeln. So legte der Sammelindex der wirtschaftlichen Frühindikatoren im Juli überraschend deutlich zu. Das Barometer setzt sich unter anderem aus den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe, den Neuaufträgen in der Industrie, dem Verbrauchervertrauen und den Baugenehmigungen zusammen. Entsprechend kam die Wall Street zuletzt wieder unter Druck.

ASIEN

Die asiatischen Aktienmärkte fanden am Donnerstag keine gemeinsame Tendenz.

In Japan schloss der Leitindex Nikkei marginale 0,05 Prozent höher bei 20.628,01 Punkten.

In China stand der Shanghai Composite letztlich 0,11 Prozent höher bei 2.883,44 Einheiten. Der Hang Seng in Hongkong verbuchte dagegen ein Minus von 0,84 Prozent auf 26.048,72 Zähler.

Trotz guter Vorgaben von der Wall Street haben sich die Anleger an den Börsen in Asien am Donnerstag meist zurückgehalten. Als Grund dafür nannten Händler Konjunktursorgen. Ein Einkaufsmanagerindex in Japan für das produzierende Gewerbe habe den vierten Monat in Folge unter der Expansionsschwelle von 50 gelegen, meldete Reuters.

Das am Vorabend veröffentlichte Protokoll der US-Notenbanksitzung vom Juli war zugleich weniger taubenhaft ausgefallen als erhofft. Auch das dämpfte die Kauflaune. Daneben warteten die Investoren auf das Notenbanktreffen in Jackson Hole, wo sich am Freitag US-Notenbankchef Jerome Powell zur Geldpolitik äußern wird.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa

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