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Geändert am: 27.01.2025 22:01:53

KI-Gewitter im Fokus: US-Techtitel schließen mit deutlichen Verlusten -- ATX und DAX beenden Handel mit Verlusten -- Asiens Börsen letztlich mehrheitlich im Minus

AUSTRIA

Der Wiener Aktienmarkt bewegte sich in der ersten Sitzung der neuen Woche auf rotem Terrain.

Der ATX notierte kurz nach Sitzungsstart schwächer und bewegte sich auch anschließend in der Verlustzone. Er beendete den Handel 0,57 Prozent tiefer bei 3.823,39 Punkten.

Die Wiener Börse notierte am Montag mit klar schwächerer Tendenz. Marktbeobachter verwiesen vor allem auf die schwachen US-Aktienmärkte. Der offensichtliche Erfolg des chinesischen KI-Start-ups DeepSeek sorgte im US-Tech-Sektor für massive Verluste. Das neue KI-Modell DeepSeek R1 soll deutlich kostengünstiger sein und mit weniger starken Chips auskommen, als die großen KI-Modelle der etablierten US-Anbieter.

Ins Blickfeld der Anleger rückten zum Wochenstart auch aktuelle Konjunkturnachrichten aus Deutschland: So hatte sich die trübe Stimmung in den Chefetagen der Unternehmen zum Jahresanfang überraschend etwas gebessert. Der Ifo-Geschäftsklimaindex als wichtigstes Barometer für die Konjunktur in Deutschland stieg im Jänner von 84,7 Zählern im Vormonat auf 85,1 Punkte. Die Unternehmen beurteilten ihre Geschäftslage zwar etwas optimistischer als zuletzt, ihre Aussichten für die kommenden Monate allerdings skeptischer.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt verzeichnete am Montag Verluste.

Der DAX startete leichter in den Handel und rutschte zwischenzeitlich noch deutlicher ins Minus. Im weiteren Verlauf wurden die Verluste jedoch wieder kleiner. Letztendlich notierte der deutsche Leitindex 0,53 Prozent schwächer bei 21.282,18 Zählern.

Eine gewisse Ernüchterung rund um das Trendthema Künstliche Intelligenz (KI) belastete den Leitindex. Börsianer verwiesen als Belastung auf hohe Verluste von Technologiewerten. Hintergrund des KI-Gewitters war die Debatte um das chinesische KI-Start-up DeepSeek, das den etablierten Unternehmen aus dem Bereich Künstliche Intelligenz Konkurrenz machen könnte.

DeepSeeks neuestes KI-Modell soll kosteneffizient sein und womöglich mit weniger starken KI-Chips auskommen als die großen KI-Modelle der etablierten Anbieter. Experten wollen die jüngsten Entwicklungen zwar nicht überbewerten, da es nichts bahnbrechend Neues gebe. Gleichwohl könnte die Debatte eine Konsolidierung der teils hohen Bewertungen im Tech-Bereich auslösen, so ein Börsianer.

"Plötzlich könnten all die hohen Bewertungen so gar nicht mehr gerechtfertigt sein und plötzlich interessiert sich an der Börse auch keiner mehr für die großen Versprechungen des neuen US-Präsidenten Donald Trump, weitere 500 Milliarden Dollar in den KI-Hype zu investieren", schrieb Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Handelshaus RoboMarkets. DeepSeek könnte die Antwort auf die Zollandrohungen aus Washington sein.

WALL STREET

Die US-Aktienmärkte zeigten sich zum Wochenauftakt mit unterschiedlichen Vorzeichen.

Der Dow Jones verabschiedete sich mit einem Plus von 0,65 Prozent bei 44.713,76 Punkten aus dem Handel.
Der Techwerteindex NASDAQ Composite rutschte unterdessen deutlich ab und verlor 3,07 Prozent auf 19.341,83 Zähler.

Grund für die Verluste am (Tech-)Markt war die Debatte um das chinesische KI-Start-up DeepSeek, das unter Investoren Befürchtungen wegen der hohen Bewertungen etablierter Konzerne mit Ausrichtung auf das Thema Künstliche Intelligenz (KI) weckte. Entsprechend erlebte die Technologiebranche teils massive Einbussen.

Die Nachricht über Erfolge neuer KI-Modelle von DeepSeek setzte den US-Technologiesektor unter Verkaufsdruck. In den App-Store-Downloads von Apple ist die KI-Software, die erst vorige Woche auf den Markt kam, bereits an die Spitze gelangt. Im Fokus stehen die niedrigen Kosten für die Nutzung der KI-Modelle von DeepSeek sowie der Umstand, dass sie offenbar mit leistungsschwächeren KI-Chips auskommen als Produkte etablierter Anbieter. Experten wollen die jüngsten Entwicklungen dennoch nicht überbewerten, denn bahnbrechend Neues habe DeepSeek nicht geliefert. Gleichwohl könnte die Debatte eine Konsolidierung der teils hohen Bewertungen im Tech-Bereich auslösen, so ein Börsianer.

ASIEN

Die Märkte in Asien bewegten sich am Montag in unterschiedliche Richtungen.

In Tokio bewegte sich der Nikkei 225 schließlich um 0,92 Prozent abwärts auf 39.565,80 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland verlor der Shanghai Composite unterdessen 0,06 Prozent auf 3.250,60 Zähler.

Stark zeigte sich hingegen der Markt in Hongkong. Hier stieg der Hang Seng schlussendlich um 0,66 Prozent auf 20.197,77 Stellen.

Uneinheitlich ist es zum Start in die chinesische Neujahrsfestwoche an den Aktienmärkten in Ostasien zugegangen. Im südkoreanischen Seoul und in Sydney fand am Montag wegen nationaler Feiertage kein Handel statt. In Seoul wird wegen sich anschließender Feiertage erst am Freitag wieder gearbeitet. Daneben pausiert wegen des chinesischen Neujahrsfests der Aktienhandel in Schanghai ab Dienstag für den Rest der Woche, in Hongkong ab Mittwoch und in Singapur wird am Dienstag nur verkürzt und am Mittwoch und Donnerstag gar nicht gehandelt.

Der Nikkei-Index in Tokio gab nach der Zinserhöhung am Freitag nach. Für Vorsicht dürfte gesorgt haben, dass die Futures auf die US-Aktienindizes deutliche Verluste für den Handelsstart an der Wall Street später am Tag signalisierten. Hintergrund war ein Dämpfer für das in der Vorwoche vorgestellte Mega-KI-Projekt Stargate, das in den nächsten Jahren Investitionen in Rechenzentren von bis zu 500 Milliarden Dollar auslösen soll.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: wienerborse.at, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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NASDAQ Comp. 15 587,79 -5,82%
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NIKKEI 225 33 780,58 -2,75%
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