Corona-Verlierer: Welche Branchen laut Barclays nun gefragt sein könnten | 11.10.20 | finanzen.at

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Krisenverlierer 11.10.2020 17:06:00

Corona-Verlierer: Welche Branchen laut Barclays nun gefragt sein könnten

Corona-Verlierer: Welche Branchen laut Barclays nun gefragt sein könnten

• Barclays optimistisch für Kreuzfahrt-Industrie
• "No-Sail-Order" verlängert
• Das Schlimmste ist überstanden

Mit am härtesten von der Corona-Krise getroffen wurde die Kreuzfahrt-Industrie. Nachdem aufgrund von erkrankten Passagieren mehrere Schiffe komplett unter Quarantäne gestellt worden waren, kam zuletzt die ganze Branche zum Erliegen. So verbot beispielsweise die US-Gesundheitsbehörde CDC (Centers for Disease Control) mit ihrer "No-Sail-Order" solche Reisen komplett.

Barclays hebt den Daumen

Doch wie "The Street" berichtet, ist die britische Großbank Barclays inzwischen wieder optimistischer und stuft den ganzen Sektor von bisher "equal weight" auf nun "overweight" (Übergewichten) hoch.

Auch die Kursziele für die Branchengrößen wurden deutlich angehoben. So sehe Analystin Felicia Hendrix das Kursziel von Carnival nun bei 31 (ursprünglich: 18) Dollar, für Norwegian Cruise Line bei 26 (17) Dollar und für Royal Caribbean bei 68 (50) Dollar.

In einer Mitteilung an Kunden spreche Hendrix davon, dass sich die Kreuzfahrt-Industrie einem "Wendepunkt" nähere: "Wir mögen vielleicht früh dran sein, aber wir glauben, dass das Risiko-Ertrags-Verhältnis das beste innerhalb des von uns analysierten Anlageuniversums ist. Investoren, die bisher Kreuzfahrt-Aktien abgeschrieben haben, sollten damit beginnen, ihr Modell zu überdenken".

"No-Sail-Order" im Fokus

Die "No-Sail-Order", die für Kreuzfahrten mit mehr als 250 Personen an Bord - also Passagiere und Crew - in US-Gewässern gilt, wurde erst vor einigen Tagen um einen Monat bis zum 31. Oktober 2020 verlängert. Angesichts der hohen Zahl an Corona-Neuinfektionen war diese Verlängerung weitgehend erwartet worden. Laut verschiedenen US-Medien wollte die CDC ihre No-Sail-Order ursprünglich in das Jahr 2021 hinein verlängern, stieß dabei jedoch auf Gegenwehr seitens der Kreuzfahrt-Industrie und Politiker des Bundesstaates Florida.

Und obwohl auch Hendrix bereits im Vorfeld davon ausgegangen war, dass die Aufhebung der "No-Sail-Order" verschoben wird, wahrscheinlich ins vierte Quartal, so hatte sie sich trotzdem bereits einige Tage vor der CDC-Entscheidung optimistisch gezeigt: "… die Kommentare der Behörde werden positiv ausfallen und könnten eine kurzfristige Rückkehr zu Kreuzfahrten signalisieren, was zu einem Katalysator für die Aktien werden könnte", so die Analystin. Weiter erklärte sie, ein Startdatum im Schlussquartal "in Kombination mit positiven Äußerungen verheiße Gutes für die Branchenstimmung, da dies Unsicherheit und vor allem Liquiditätssorgen nimmt".

Gute Entwicklungen

Aber Felicia Hendrix hob auch noch weitere gute Entwicklungen hervor, von denen die Branche profitieren sollte. Etwa dass inzwischen mehr COVID-19-Tests durchgeführt werden, oder dass sich die Aussichten für einen Impfstoff zunehmend verbessern.

Die Buchungsdaten der Reiseanbieter würden jedenfalls eine aufgestaute Nachfrage signalisieren. Und inzwischen hätten Royal Caribbean und Norwegian auch schon einen 74-Punkte-Maßnahmenplan erarbeitet, der die US-Behörden überzeugen soll, Kreuzfahrtreisen wieder zu erlauben.

Doch "selbst wenn die CDC ihre "No-Sail-Order" länger als erwartet hinausschieben sollte, so glauben wir doch, dass der Sektor das Schlimmste hinter sich hat", lautet das optimistische Urteil der Barclays-Analystin.

Redaktion finazen.at

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Bildquelle: TUI Cruises GmbH

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