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Corona-Profiteur 07.09.2020 06:03:00

Erfolgskonzept Prime: Darum lohnt sich die Amazon-Mitgliedschaft für den Konzern trotz geringer Margen

Erfolgskonzept Prime: Darum lohnt sich die Amazon-Mitgliedschaft für den Konzern trotz geringer Margen

• Pandemie beschert Amazon Umsatzplus
• Aktie kann neue Rekordhochs verbuchen
• AWS ist die Ertragsperle des Konzerns

Während viele Konzerne aufgrund der grassierenden Corona-Pandemie im ersten Quartal 2020 mit heftigen Umsatzeinbußen zu kämpfen hatten, generiete der E-Commerce-Riese Amazon zwischen Januar und März einen Umsatz von 75,5 Milliarden US-Dollar und konnte somit seinen Vorjahreswert um gut 26 Prozent übertrumpfen. Des Weiteren rechnet Amazon damit, dass der Umsatz im laufenden Quartal zwischen 75 und 81 Milliarden US-Dollar liegen wird.

E-Commerce-Riese profitiert von Ausgangsbeschränkungen

Nur wenige Aktien konnten sich seit dem Tiefpunkt des Corona-Crashs Mitte März so positiv entwickeln wie die Anteilsscheine von Amazon. So kletterten die Aktien von ihrem März-Tief bei 1.627 US-Dollar auf aktuell rund 3.000 US-Dollar.

Viele Investoren erkannten schon frühzeitig, dass die Ausgangsbeschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie die Nachfrage nach dem Lieferdienst von Amazon explodieren lassen wird und deckten sich dementsprechend mit Anteilsscheinen des Konzerns ein. Als der Konzern dann im März ankündigte, weitere 100.000 Arbeiter einzustellen, um die außergewöhnlich hohe Nachfrage zu bedienen, bestätigte dies die Vermutung vieler Anteilseigner und beflügelte die Aktie weiter.

So verdient der US-Konzern sein Geld

Angesichts der Tatsache, dass Amazon bei einem Quartalsumsatz in Höhe von 75,5 Milliarden US-Dollar nur einen Gewinn in Höhe von 2,5 Milliarden US-Dollar erzielt, ist die Frage: "Wie verdient der Konzern eigentlich sein Geld?" durchaus berechtigt.

Die größten Einnahmequellen des Konzerns sind natürlich der Onlinehandel und die kostenpflichtigen Dienstleistungen, die Amazon selbstständigen Händlern auf dem eigenen sogenannten Marketplace bietet. Denn rund 40 Prozent der Waren, die im Amazon Onlineshop erhältlich sind, stammen nicht von dem US-Konzern, sondern von kleineren Anbietern, welche Amazon nur als digitalen Marktplatz für ihre Produkte nutzen. Diese Dienstleistung lässt sich der Konzern monatlich vergüten. Darüber hinaus müssen die Händler weitere Gebühren für die Abwicklung der Bestellung und den Versand entrichten.

Inwiefern lohnt sich Amazon Prime?

Des Weiteren zählt aber auch Amazon Prime zu den Einnahmequellen des Konzerns. Diese Spezial-Mitgliedschaft bietet seinen Nutzern für einen Betrag zwischen 5,75 und 7,99 Euro im Monat ein regelrechtes "Rundum-Sorglos-Paket". So haben die Prime-Kunden unter anderem Zugriff auf die Videostreaming-Plattform, die Musikstreaming-Sammlung, die E-Book-Bibliothek, den Cloud-Speicher für Fotos und eine Reihe von Videospielen. Außerdem ist der Versand für unzählige Artikel, welche in der Regel schon am nächsten Tag eintreffen, kostenlos.

Während Plattformen wie zum Beispiel Netflix oder Spotify ihren Kunden nur einen Dienst aus dieser umfassenden Auswahl anbieten und dafür schon ähnlich hohe Gebühren verlangen, bietet Amazon seinen Nutzern alles auf einmal. Dass sich dieses Angebot für den Konzern vorerst nicht wirklich rentiert und Amazon aufgrund dessen insgesamt nur auf eine Nettomarge von aktuell rund 3,3 Prozent kommt, ist dem Firmen-Chef Bezos jedoch durchaus bewusst. Da der Amazon-CEO seinen Fokus momentan ausschließlich auf das Firmenwachstum, neue Geschäftsbereiche und die vollkommene Zufriedenheit der Kunden ausrichtete, ist die Profitabilität gegenwärtig noch kein großes Thema.

Sind Prime Nutzer die besseren Kunden?

Zwischen 2014 und 2019 konnte der US-Konzern seine Erlöse mit Amazon Prime auf insgesamt 19,2 Milliarden US-Dollar steigern und somit versiebenfachen. Dabei kletterte der Umsatz mit der Spezial-Mitgliedschaft allein im Jahr 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 36 Prozent. Mit aktuell über 150 Millionen Prime-Nutzern entwickelt sich der Dienst, trotz relativ geringer Margen, zunehmend zu einem zuverlässigen Umsatzbringer.

Denn Prime-Kunden geben, laut einer Untersuchung der Frankfurt University of Applied Sciences, mehr Geld auf der Plattform aus als Nichtmitglieder. Die Studie kam dabei zu dem Ergebnis, dass Amazon-Kunden ohne Prime-Mitgliedschaft monatlich durchschnittlich lediglich zwei Warensendungen im Wert von knapp 100 Euro bestellen, während Prime-Kunden im Durschnitt vier Warensendungen pro Monat ordern und dafür rund 190 Euro ausgeben. Onlineeinkäufer, die hingegen überhaupt keine Kunden des US-Konzerns sind, bestellen im Mittel nur eine Warensendung im Monat, welche einem Gegenwert von rund 50 Euro entspricht.

Die Studie der Frankfurt University zeigt somit eindeutig, dass sich die Prime-Strategie von Amazon durchaus auszahlt. Denn mit einem Einkaufswert in Höhe von jährlich knapp 2.300 Euro, zuzüglich der Gebühren für die Mitgliedschaft, geben Prime-Nutzer fast doppelt so viel Geld aus wie normale Kunden. Darüber hinaus gelingt es Amazon, aufgrund vieler weiterer Vorteile, die Nutzer weiter auf der Plattform zu halten. Denn sind die Abo-Gebühren erst einmal bezahlt, sind viele Nutzer gewillt auch weitere Dienste des Unternehmens in Anspruch zu nehmen und nicht direkt zu einem Konkurrenten zu wechseln.

Die eigentliche Ertragsperle von Amazon

Die Sparten Onlinehandel und die Dienste rund um Amazon Prime genieren zwar einen hohen Umsatz, tragen jedoch nicht wirklich zum Gewinn des Unternehmens bei. Dass der Konzern dennoch schwarze Zahlen schreibt, ist dabei vor allem der Sparte "Amazon Web Services" (AWS) zu verdanken. Obwohl Amazon fast ausschließlich für seinen Online-Versandhandel bekannt ist, trägt die Web-Plattform AWS den größten Teil zum positiven Betriebsergebnis bei. AWS ist eine umfassende Cloud Computing-Plattform, welche in über 190 Ländern verfügbar ist und eine Vielzahl an Web-Services anbietet. Unter anderem besteht das AWS-Portfolio beispielsweise aus Amazon Cloud Drive, Amazon Cloud Search, Amazon Dynamo Database, Amazon Mechanical Turk, Amazon Redshift, Amazon Simple Storage Service und vielen weiteren Diensten.



Pierre Bonnet / Redaktion finanzen.at

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