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Zukunftstechnologie 22.07.2020 22:36:00

Profitiert Ballard Power-Aktie von technologischen Neuerungen?

Profitiert Ballard Power-Aktie von technologischen Neuerungen?

• Ballard Power-Aktie kennt kein Halten
• Wasserstoff wichtige Energiequelle
• Technische Innovationen dürften Wasserstoffbranche voranbringen

Der Hype um Wasserstoff- und Brennstoffzellenunternehmen ist nach wie vor ungebrochen. Während insbesondere bei Fahrzeugen das Thema E-Antrieb schon länger in aller Munde ist, hat sich auch der Brennstoffzellenantrieb als echter Zukunftsträger etabliert. Das hat sich auch in der beeindruckenden Kursentwicklung verschiedener Firmen der Branche niedergeschlagen. Für den größten Brennstoffzellenhersteller Ballard Power geht es dabei deutlich aufwärts. Die Aktie des an der NASDAQ gelisteten Unternehmens konnte seit Jahresbeginn satte 171,8 Prozent zulegen (Stand ist der Schlusskurs vom 17. Juli 2020). Innerhalb eines Jahres konnte der Anteilsschein seinen Wert gar fast verfünffachen und wird derzeit bei 19,52 US-Dollar gehandelt.

Raymond James startet Ballard Power-Aktie mit "Outperform"

Geht es nach der Investmentbank Raymond James ist das Kurspotenzial von Ballard Power damit jedoch noch lange nicht ausgeschöpft. Das Finanzinstitut nahm den Anteilsschein kürzlich mit einem "Outperform"-Rating in die Bewertung auf und setzte ein Kursziel von 28 US-Dollar fest - 43 Prozent über dem derzeitigen Stand der Aktie.

Proton Technologies Canada Vorreiter bei Gewinnung von Hydrogen aus stillgelegten Ölfeldern

Auch von den Entwicklungen in der Gewinnung von emissionslosem Wasserstoff dürfte Ballard Power langfristig profitieren. Aus diesem Grund widmet das Unternehmen dem Thema Hydrogen-Lösungen im firmeneigenen Blog eine eigene Reihe. In dieser veröffentlichte Ballard Power vor Kurzem ein Interview mit dem CEO von Proton Technologies Canada, einem kanadischen Wasserstoffunternehmen, das eine effiziente und kostengünstige Methode entwickelt hat, um Wasserstoff aus stillgelegten Ölfeldern zu extrahieren. Bedenkt man, dass nach Unternehmensangaben von den 50.000 entdeckten Ölquellen weltweit der Großteil bereits verlassen oder stillgelegt wurde, wird das Potenzial der Technologie ersichtlich.

Dabei macht sich Proton Technologies die bereits bestehende Infrastruktur der Ölfelder sowie das im Boden verbliebene restliche Öl zunutze. In die unter der Erde liegenden Ölreserven wird mithilfe von Leitungen sauerstoffangereicherte Luft injiziert. Das dortige Koks reagiert mit dem Sauerstoff und es kommt zu einer Verbrennung, wodurch Temperaturen von 700 Grad Celsius erreicht werden. Durch die starke Hitze und verschiedene chemische Reaktion werden Wasser- und weitere Moleküle aufgespalten und es entstehen verschiedene Gase, darunter auch Wasserstoff, jedoch auch Treibhausgase. Über Hydrogenleitungen wird der Wasserstoff nun an die Erdoberfläche transportiert. Filter stellen sicher, dass keine anderen Gase nach oben gelangen können. Nun kann der extrahierte Wasserstoff weiter dahin transportiert werden, wo er benötigt wird.

Kostengünstiger, grüner Wasserstoff als Treiber der Branche

Das neuartige Verfahren könnte den Preis nach Angaben von CEO Grant Strem für Wasserstoff drastisch senken und somit zu einem Umdenken bei vielen Menschen führen, dass das Nutzen von Brennstoffzellen z.B. für Fahrzeuge nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch kostengünstiger für sie ist.

Darüber hinaus handelt es sich bei dem Verfahren um die Herstellung von sogenanntem "grünem Wasserstoff". Im Gegensatz zur Herstellung von "blauem Wasserstoff" werden hier keine Treibhausgase freigesetzt, es handelt es sich also um ein emissionsloses Verfahren. Auch wenn Proton Technologies Canada zunächst nur in Kanada tätig ist, hat sich das Unternehmen das ambitionierte Ziel gesetzt bis 2040 zehn Prozent des globalen Energiebedarfs durch den Export von Hydrogen zu decken. Auch Ballard Power dürfte von einer effizienteren und kostengünstigeren Gewinnung von Wasserstoff profitieren, wenn dadurch mehr Menschen Gefallen am Brennstoffzellenantrieb finden. Es bleibt also spannend, was für Innovationen in der Branche künftig noch auf den Weg gebracht werden.

Redaktion finanzen.at

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