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Rolls-Royce-Aktie gefragt: Rolls-Royce will bis 2027 deutlich mehr einnehmen

Rolls-Royce-Aktie gefragt: Rolls-Royce will bis 2027 deutlich mehr einnehmen

Der Triebwerkshersteller Rolls-Royce will in den kommenden Jahren im Tagesgeschäft deutlich mehr verdienen und setzt dabei weiter auf klassische kerosinbetriebene Turbinen. "Ich glaube nicht, dass Wasserstoff in den kommenden 15, 20 Jahren eine Rolle spielen wird, sagte Rolls-Royce-Chef Tufan Erginbilgic am Dienstag in einer Telefonkonferenz mit Journalisten im Zuge eines Kapitalmarkttages. Zwar arbeitet der Konzern mit dem britischen Billigflieger easyJet bereits an einer Wasserstofftechnologie, doch dürfte nach Meinung des früheren BP-Managers sogenannter nachhaltiger Treibstoff (SAF; Sustainable Aviation Fuel) zumindest für große Jets die einzige Option sein, um die Klimaziele zu erreichen.

In London steigt die Rolls-Royce-Aktie zeitweise 5,63 Prozent auf 2,57 Pfund.

Die Luftfahrtbranche steht vor der Herausforderung, ihren Anteil an den weltweiten CO2-Emissionen deutlich zurückzufahren. Der weltgrößte Flugzeugbauer Airbus hofft darauf, bis 2035 wasserstoffbetriebene Flugzeuge in Betrieb zu nehmen.

Wie Rolls-Royce am Dienstag weiter in London bekannt gab, soll der operative Gewinn bis 2027 auf 2,5 bis 2,8 Milliarden britische Pfund (2,9 bis 3,2 Mrd Euro) steigen. Der freie Mittelzufluss (Free Cashflow) soll dann bei 2,8 bis 3,1 Milliarden Pfund liegen.

Für das laufende Jahr rechnet der Konkurrent von GE Aerospace und der RTX-Tochter Pratt & Whitney weiter mit 1,2 bis 1,4 Milliarden Pfund operativem Gewinn sowie 0,9 bis 1,0 Milliarden Pfund Mittelzufluss. Konzernchef Erginbilgic deutete zudem an, wieder ins Geschäft mit Schmalrumpfflugzeugen einsteigen zu wollen. Rolls-Royce sei "gut positioniert", sagte er laut Mitteilung.

Die neuen Ziele bezeichnete UBS-Analyst Ian Douglas-Pennant in einer ersten Reaktion als "stark". Er rechnet deswegen damit, dass die durchschnittlichen Schätzungen von Branchenkennern deutlich steigen dürften. Jefferies-Expertin Chloe Lemarie betonte, der freie Mittelzufluss liege über den Erwartungen.

Mitte Oktober hatte der Triebwerkshersteller angekündigt, erneut viele Stellen streichen zu wollen. Es ist der bisher umfangreichste Stellenabbau unter Unternehmenschef Erginbilgic und betrifft 2000 bis 2500 Mitarbeiter.

Wie Rolls-Royce weiter am Dienstag mitteilte, will sich das Unternehmen von seinem Elektrogeschäft trennen, das Antriebssysteme für Fluggeräte wie etwa Flugtaxis entwickelt. Erginbilgic sagte, Rolls-Royce müsse Entscheidungen über die Verwendung seiner Ressourcen treffen, der Geschäftsbereich dürfte einer "dritten Partei" mehr Wert bieten.

UBS belässt Rolls-Royce auf 'Buy' - Ziel 350 Pence

Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für Rolls-Royce nach der Bekanntgabe mittelfristiger Geschäftsziele auf "Buy" mit einem Kursziel von 350 Pence belassen. Die neuen Ziele des Triebwerkherstellers seien stark ausgefallen und dürften zu mehr oder weniger deutlichen Erhöhungen der Konsensschätzungen führen, schrieb Analyst Ian Douglas-Pennant in einer am Dienstag vorliegenden ersten Reaktion.

JPMorgan belässt Rolls-Royce auf 'Neutral' - Ziel 235 Pence

Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Rolls-Royce nach einer Aktualisierung der Strategie und des Ausblicks auf "Neutral" mit einem Kursziel von 235 Pence belassen. Er sei nicht sicher, ob die neuen Geschäftsziele bis zum Jahr 2027 qualitativ so gut seien, wie manche Investoren gehofft hätten, schrieb Analyst David Perry in einer am Dienstag vorliegenden ersten Reaktion.

LONDON (dpa-AFX)

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Bildquelle: Jordan Tan / Shutterstock.com

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