ETH-Studie 19.03.2019 21:16:00

Spitzenplatz in Frage: Kann Ethereum den Bitcoin schlagen?

Spitzenplatz in Frage: Kann Ethereum den Bitcoin schlagen?

Das auf den Digital-Asset-Markt spezialisierte Forschungsunternehmen Delphi Digital veröffentlichte kürzlich eine breit angelegte Analyse zu Ethereum. Dabei wurde sowohl die historische Entwicklung als auch das zukünftige Potenzial beleuchtet.

Ethereum mit höherer Volatilität

Wie die Studie im Vergleich feststellte, zeigte sich Ether volatiler als der Bitcoin - dabei insbesondere nach unten. Die Beta-Messung - welche bei Cyberdevisen in Korrelation zu ihrer Volatilität steht - lag bei der Internetmünze von Ethereum im vergangenen halben Jahr höher als beim Krypto-Gold. So belief sich der 90-Tage-Beta-Wert von ETH zuletzt auf 1,5, was über "seinem historischen Durchschnitt" liegt.

Bullenrun für ETH vorteilhaft?

Grundsätzlich lässt sich am Kryptowährungsmarkt beobachten, dass der Großteil der unterschiedlichen Münzen der Kursbewegung des Bitcoins folgt - zumindest in ihrer Tendenz. In jüngster Vergangenheit zeigte sich ETH zwar nach unten hin volatiler als BTC, dies wird sich aller Wahrscheinlichkeit nach aber wandeln: Wie Delphi Digital verlautet, ist es denkbar, dass Ethereum im nächsten Bullenmarkt von dieser Verbindung profitiert und mit seiner höheren Volatilität den Bitcoin schlagen wird, wenn dieser in einem Bullrun kräftig steigt. "Wir sehen, dass die Aufwärtsvolatilität für ETH ansteigt", heißt es in der Analyse. Ethereum ist den Forschern zufolge dazu "bereit", den Bitcoin "im Falle einer Rally zu übertreffen".

Ethereum mir rosiger Zukunft?

Einerseits warnt die Studie, dass es auch weiterhin große Risiken auf dem Kryptomarkt gibt und dieser noch in den Kinderschuhen steckt. Eine Bewertung ist demnach weiterhin auch für Ethereum schwierig - besonders aufgrund seiner "Einzigartigkeit". Insgesamt sehen die Analysten von Delphi Digital aber Potenzial in dieser Anlageklasse. Sie sind sich nur nicht schlüssig darüber, ob in Zukunft nur eine Kryptowährung als Store of Value (SoV) - also als Wertspeicher - etabliert sein wird. Ihnen zufolge trauen sie der Kryptowährung von Vitalik Buterin durchaus zu, sich als Dominante durchzusetzen. Es sei denkbar, dass ETH "unter bestimmten Bedingungen langfristig als SoV wahrgenommen werden kann".

Es bleibt abzuwarten, ob die Prognose der Analyse eintreffen wird und Ethereum der ersten Kryptowährung Bitcoin den Rang ablaufen kann.

Redaktion finanzen.at

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