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Goldpreis und Ölpreis 08.06.2026 07:50:32

Goldpreis: Wochenstart mit negativen Vorzeichen

Goldpreis: Wochenstart mit negativen Vorzeichen

von Jörg Bernhard

Außerdem sorgten die erneuten Kampfhandlungen im Nahen Osten für steigende Ölpreise und schürten dadurch Inflationssorgen. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen US-Staatsanleihe stieg weiter an, nachdem sie bereits in der vorherigen Sitzung den höchsten Stand seit zwei Wochen erreicht hatte. Dadurch erhöhen sich die Opportunitätskosten für das Halten von Gold, das keine laufenden Erträge abwirft. Mittlerweile zeigt das FedWatch-Tool des Terminbörsenbetreibers CME Group eine Wahrscheinlichkeit von 75 Prozent an, dass wir bis Ende des Jahres mindestens eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte sehen werden. Israel erklärte zudem, am Montag als Reaktion auf einen iranischen Raketenangriff auf Israel militärische Ziele im Westen und Zentrum Irans angegriffen zu haben. Dies geschah, obwohl US-Präsident Donald Trump Berichten zufolge den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu aufgefordert hatte, auf weitere Angriffe zu verzichten.

Am Montagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 7.40 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (August) um 55,70 auf 4.309,60 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Markante Wochengewinne ante portas

Die militärische Eskalation zwischen dem Iran und Israel hat den Ölpreis zum Wochenstart um über vier Prozent in die Höhe getrieben. Laut Medienberichten gab es in der Nacht zum Montag Explosionen in Teheran, Tabriz und Isfahan. Dadurch schwanden die Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Konflikts und auf eine Wiederaufnahme der Rohöltransporte durch die Straße von Hormus. Vor dem Hintergrund der aktuellen Versorgungskrise beschloss das Ölförderbündnis OPEC+ am gestrigen Sonntag bereits die vierte Produktionsanhebung innerhalb von vier Monaten. Analysten bezweifeln jedoch, dass dies einen spürbaren Effekt haben wird. Viele Mitgliedstaaten könnten ihre Förderziele wegen der Blockade der Straße von Hormus ohnehin nicht erreichen. Russland wiederum leidet unter Angriffen auf seine Infrastruktur, die die Förderkapazitäten beeinträchtigen.

Am Montagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit steigenden Notierungen. Bis gegen 7.40 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 4,06 auf 94,60 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 4,47 auf 97,55 Dollar anzog.


Redaktion finanzen.at

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