thyssenkrupp Ausblick aus dem Geschäftsbericht

Hinweis: dies ist ein Auszug aus dem Geschäftsbericht des Unternehmens. finanzen.at übernimmt keine Gewährleistung für die Richtigkeit des Inhalts.


Unter Berücksichtigung der weiterhin begrenzten Sichtweite und eingeschränkt verlässlichen Planbarkeit behält thyssenkrupp die Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2019/2020 bei. Vor dem Hintergrund der Fortschritte bei den Industriegütergeschäften, einer insgesamt schwächeren Ergebnisentwicklung der Werkstoffgeschäfte und bereits eingeleiteten intensivierten Restrukturierungen rechnet der Vorstand mit einem Bereinigten EBIT auf Vorjahresniveau (Vorjahr 802 Mio €). Der Free Cashflow vor M&A wird unter Vorjahresniveau (Vorjahr -1.140 Mio €) erwartet. Die Aufwendungen für die Intensivierung der Restrukturierungen (Sondereffekte in Höhe eines mittleren dreistelligen Millionen-€-Betrags) werden unter dem Strich voraussichtlich zu einem deutlich höheren Jahresfehlbetrag als im Vorjahr (-260 Mio €) führen.

Update 23.03.2020: Wegen der weltweiten Ausbreitung der COVID-19 Pandemie und der damit verbundenen Auswirkungen auf die Wirtschaft ist der thyssenkrupp AG eine verlässliche Einschätzung der Geschäftsentwicklung des Geschäftsjahrs 2019/2020 derzeit nicht möglich. Deshalb wird der Prognosebericht für den Konzern für das Geschäftsjahr 2019/2020, den die thyssenkrupp AG im Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2018/2019 veröffentlicht hatte, nicht länger aufrecht erhalten.

Update 12.05.2020: Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft ist die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Geschäfte von thyssenkrupp für die verbleibenden Monate des Geschäftsjahres derzeit nicht im vollen Umfang vorhersehbar. Aus diesem Grund hatte das Unternehmen Ende März seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr zurückgezogen. Bereits absehbar ist, dass infolge der vorübergehenden Werksschließungen und Produktionsrücknahmen der Kunden aus der Automobilindustrie der Umsatz der fortgeführten Aktivitäten vor allem im 2. Halbjahr deutlich zurückgehen wird (Vorjahr, fortgeführte Aktivitäten: 34,0 Mrd €). Infolgedessen wird das Bereinigte EBIT der fortgeführten Aktivitäten stark negativ erwartet (Vorjahr, fortgeführte Aktivitäten: -110 Mio €). Im 3. Quartal ist dabei ein Verlust im hohen 3-stelligen Millionen-€-Bereich wahrscheinlich und bis zu gut 1 Mrd € nicht auszuschließen. Infolge des Mittelzuflusses aus der Elevator-Transaktion wird der Free Cashflow des Konzerns im laufenden Geschäftsjahr signifikant positiv ausfallen. Das Closing der Elevator-Transaktion wird zudem einen deutlich positiven Effekt auf den Jahresüberschuss mit einem entsprechend positiven Effekt auf das Eigenkapital und auf die Netto-Finanzschulden des Gesamtkonzerns haben.

Update 13.08.2020: Bereits absehbar ist, dass infolge der vorübergehenden Werksschließungen und Produktionsrücknahmen der Kunden aus der Automobilindustrie der Umsatz der fortgeführten Aktivitäten vor allem im 2. Halbjahr deutlich zurückgehen wird (Vorjahr, fortgeführte Aktivitäten: 34,0 Mrd €). Abhängig von der Dynamik der gerade beginnenden Wiederaufnahme der Produktion bei Kunden erwartet thyssenkrupp für das 4. Quartal mit möglicher Ausnahme von Steel Europe in nahezu allen Geschäften eine stabile Entwicklung oder eine leichte Verbesserung im Vergleich zum Vorquartal. Dennoch wird mit einem negativen Bereinigten EBIT der fortgeführten Aktivitäten im mittleren bis höheren 3-stelligen Millionen-€-Bereich gerechnet. Für das Gesamtjahr ist damit ein negatives Bereinigtes EBIT zwischen 1,7 Mrd € und 1,9 Mrd € wahrscheinlich. Der Ergebnisrückgang gegenüber dem Vorjahr (fortgeführte Aktivitäten: – 110 Mio €) ist dabei stark durch den hohen Verlust im Stahlbereich von bis zu gut 1 Mrd € beeinflusst (Vorjahr, Steel Europe: 31 Mio €). Für den Free Cashflow vor M&A der fortgeführten Aktivitäten wird aufgrund der operativen Entwicklung sowie der Belastung aus der Normalisierung des Umlaufvermögens in Höhe von rund 2,5 Mrd € – hin zu einer weiter kontinuierlichen Optimierung – insgesamt ein Wert zwischen -5,0 Mrd € und -6,0 Mrd € prognostiziert (Vorjahr, fortgeführte Aktivitäten: -1.756 Mio €).

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