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Geändert am: 05.10.2026 22:09:59

ATX und DAX beenden volatilen Handel etwas fester -- US-Börsen letztlich im Plus -- Asiens Börsen schließen in Grün

AUSTRIA

Der Wiener Aktienmarkt zeigte sich zum Wochenbeginn von seiner unsicheren Seite.

Der ATX notierte zum Handelsbeginn marginal im Minus und wechselte danach zwischen Verlusten und Gewinnen hin und her. Letztlich verbuchte er Aufschläge von 0,41 Prozent bei 6.746,05 Punkten.

Die unruhigen Entwicklungen an den Rentenmärkten sowie die auf hohem Niveau liegenden Ölpreise haben die Stimmung der Anleger erheblich getrübt.

An den Aktienmärkten herrschte Zurückhaltung. In Österreich stellt der angekündigte Teil-Rückzug von Vizekanzler Andreas Babler nicht nur seine eigene Partei, die SPÖ, vor viele Fragen, sondern auch die Koalitionspartner. Nach der Beratung mit den ÖVP-Länderchefs betonte Kanzler Christian Stocker nochmals, dass parteiinterne Diskussionen nicht die Regierungsarbeit beeinträchtigen dürften. Selbiges ließ NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger wissen.

Unternehmensseitig stand zu Wochenbeginn nichts auf dem Programm. Mit Blick auf neueste Konjunkturindikatoren erlitt die Zuversicht der Finanzmarktexperten allerdings einen erheblichen Dämpfer. Diese schätzen die konjunkturelle Entwicklung des Euroraums im Oktober nämlich wieder negativer ein. Der vom Analysehaus Sentix erhobene Konjunkturindikator sank um 2,4 Punkte auf 2,7 Punkte, wie das Institut mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt mit einem Rückgang auf 4,2 Punkte gerechnet. Es war der erste Rückgang seit April. Die Bewertung der aktuellen Lage blieb laut Sentix stabil. Deutlich verschlechtert haben sich aber die Erwartungen. "Die Eurozone tut sich schwer, ihre konjunkturelle Schwächephase hinter sich zu lassen", so die Sentix-Experten. Trotz der sprunghaft gestiegenen Inflation im Euroraum sieht sich die Europäische Zentralbank (EZB) beim Zinskurs nicht unter Zugzwang. EZB-Chefvolkswirt Philip Lane betonte, man werde weiterhin mit Augenmaß auf die hartnäckig hohe Inflation reagieren. In der Geldpolitik bleibe man auf einem "mittleren Pfad" und somit bei einer maßvollen Reaktion, um den Preisauftrieb im Zaum zu halten.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich am Montag verunsichert.

Der DAX startete minimal fester in den ersten Handelstag der Woche und kam zunächst auch anschließend kaum vom Fleck. Nach kurzweiligen Gewinnen rutschte er jedoch in die Verlustzone und begab sich im weiteren Verlauf auf Richtungssuche. Letztlich ging es um 0,09 Prozent auf 25.254,21 Punkte aufwärts.

Zum Auftakt der neuen Börsenwoche hat sich der DAX mit einer klaren Richtung schwergetan. Zwischenzeitlich höhere Kurse wurden durch einen Ölpreisanstieg wettgemacht.

Nach dem Rekordhoch im DAX von 26.618 Punkten Ende August waren die Aktienkurse in den vergangenen Wochen vor allem wegen der steigenden Ölpreise und deutlich gestiegener Anleiherenditen unter Druck geraten. Am Donnerstag war der deutsche Leitindex bis auf 24.831 Zähler und damit auf den niedrigsten Stand seit Ende Juli gefallen. Am Freitag erholte sich der DAX dann etwas im Zuge eines schwächer als gedacht ausgefallenen US-Arbeitsmarktberichtes, der Inflations- und Zinssorgen etwas milderte.

In Europa seien weiterhin die hohen Renditen französischer Staatsanleihen ein Belastungsfaktor, erläuterte Marktexperte Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets. Sie spiegelten das Misstrauen der Anleger gegenüber der französischen Fiskalpolitik und der hohen Staatsverschuldung wider. Gleichzeitig hielten die hohen Energiepreise die Inflationssorgen am Leben und belasteten über steigende Benzinpreise zunehmend den privaten Konsum. "Damit fehlt dem europäischen Aktienmarkt weiterhin die entscheidende Entlastung", resümierte Lipkow.

Sorgen bereitet auch die politische Unsicherheit in Deutschland angesichts der jüngsten Landtagswahlen sowie die Situation in Spanien, wo Regierungschef Pedro Sanchez Neuwahlen angekündigt hat.

WALL STREET

An den US-Börsen ging es am Montag aufwärts.

Der Dow Jones startete startete knapp im Plus, rutschte zeitweise auf rotes Terrain ab, konnte im Verlauf aber wieder in die Gewinnzone drehen und ging schließlich 0,18 Prozent höher bei 51.267,90 Punkten aus dem Handel.
Der technologielastige NASDAQ Composite eröffnete ebenfalls etwas fester und legte im Laufe des Tages deutlicher zu. Er beendete die Sitzung 1,05 Prozent im Plus bei 27.477,31 Zählern.

Nach einem unentschlossenen Handelsauftakt haben die US-Aktienmärkte am Montag im weiteren Verlauf moderat zugelegt. Überdurchschnittliche Kursgewinne bei einigen schwergewichteten Technologiewerten sorgten für Unterstützung und überwogen die jüngsten Sorgen über die nach wie vor hohen Ölpreise und Anleiherenditen. Frische Konjunkturdaten lieferten leicht positive Impulse. Die Stimmung im US-Dienstleistungssektor - gemessen am Einkaufsmanagerindex ISM - ist im September weitgehend wie erwartet ausgefallen.

"Es gibt für Anleger zwar reichlich Grund zur Sorge, aber die Unternehmensgewinne bilden weiterhin ein Gegengewicht", kommentierte Marktexperte Mark Hackett vom Finanzdienstleister Nationwide. "Erfreulich ist, dass diese Stärke kein Zufall ist. Wir sehen eine gesunde Kombination aus Wachstum und Margensteigerungen."

ASIEN

Die größten Börsen in Fernost notierten am Montag auf positivem Terrain.

In Tokio stieg der Nikkei 225 schlussendlich um 2,4 Prozent auf 69.946,86 Punkte.

Der Shanghai Composite gewann am Mittwoch letztlich 0,31 Prozent auf 3.842,20 Punkte. Der Handel ruhte hier feiertagsbedingt.

Unsicher präsentierten sich zunächst die Börsen in Hongkong, wo es für den Hang Seng letztlich jedoch um 0,28 Prozent auf 24.040,34 Punkte aufwärts ging.

An den Börsen in Ostasien hat am Montag dank guter US-Vorgaben eine verhalten positive Stimmung dominiert. An der Wall Street waren überraschend schwache Arbeitsmarktdaten am Freitag mit Erleichterung aufgenommen worden, denn sie dürften eine baldige Zinserhöhung durch die US-Notenbank weniger wahrscheinlich gemacht haben. Die Fed Fund Futures an der CME preisen eine Zinserhöhung bei der nächsten Fed-Sitzung Ende Oktober nur mehr mit einer Wahrscheinlichkeit von 17 Prozent ein.

Unterstützung kam vom weiter gesunkenen Ölpreis. Einige der grossen Mitgliedsstaaten der Opec haben am Sonntag beschlossen, ihre Fördermengen im November unverändert zu lassen. Trotz der Gefahr einer weiteren Eskalation des Iran-Kriegs dürften die Ölexporte aus dem Nahen Osten wieder das Niveau von vor dem Krieg erreicht haben, schätzten Analysten. Die physischen Märkte signalisierten jedoch unverändert ein extrem knappes Angebot. Derweil haben die G7-Staaten beschlossen, 100 Millionen Barrel Rohöl aus ihren strategischen Reserven freizugeben und Exporte nicht zu beschränken. Damit soll der drastische Preisanstieg bei Diesel und anderen Kraftstoffen gedrosselt werden.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: wienerborse.at, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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Aluminiumpreis 3 069,00 -9,50 -0,31
Baumwolle 0,78 -0,01 -0,85
Bleipreis 1 890,00 12,00 0,64
Dieselpreis Benzin 2,30 0,00 -0,17
EEX Strompreis Phelix DE 174,49 7,10 4,24
Erdgaspreis - Natural Gas 2,90 -0,05 -1,83
Ethanolpreis 2,16 0,00 0,05
Goldpreis 3 875,36 -149,35 -3,71
Haferpreis 3,44 0,01 0,29
Heizölpreis 126,54 1,32 1,05
Holzpreis 520,00 2,00 0,39
Kaffeepreis 2,87 0,02 0,61
Kakaopreis 4 143,00 -14,00 -0,34
Kohlepreis 145,20 0,35 0,24
Kupferpreis 14 449,00 -111,00 -0,76
Lebendrindpreis 2,24 -0,03 -1,44
Mageres Schwein Preis 0,59 -0,01 -1,38
Maispreis 4,48 -0,04 -0,83
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Milchpreis 15,19 -
Naphthapreis (European) 926,14 2,12 0,23
Nickelpreis 15 240,00 -120,00 -0,78
Orangensaftpreis 1,15 -0,13 -10,27
Palladiumpreis 982,50 -25,50 -2,53
Palmölpreis 4 449,00 58,00 1,32
Platinpreis 1 432,50 -53,50 -3,60
Rapspreis 528,75 0,50 0,09
Reispreis 17,44 0,03 0,14
Silberpreis 49,13 -2,95 -5,66
Sojabohnenmehlpreis 324,70 -4,60 -1,40
Sojabohnenpreis 12,22 0,02 0,14
Sojabohnenölpreis 0,66 0,26
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Weizenpreis 227,00 0,25 0,11
Zinkpreis 3 955,50 -24,50 -0,62
Zinnpreis 48 795,00 -1 605,00 -3,18
Zuckerpreis 0,19 -0,56
Ölpreis (Brent) 117,64 2,76 2,40
Ölpreis (WTI) 104,12 2,12 2,08

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DAX 25 818,21 -0,85%
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