Geändert am: 23.10.2019 22:05:22

US-Indizes gehen fester aus dem Handel -- ATX schließt im Plus -- DAX letztlich fester -- Börsen in Fernost zum Handelsende uneinig

AUSTRIA

Die Wiener Börse präsentierte sich zur Wochenmitte mit positiver Tendenz.

Der Leitindex ATX gab kurz nach dem Ertönen der Startglocke nach, konnte im Verlauf aber in die Gewinnzone vorrücken und beendete den Handel mit einem Zuwachs von 0,88 Prozent bei 3.145,70 Punkten.

Im Fokus der Anleger blieb weiterhin der Brexit: Das britische Parlament stimmte dem Brexit-Plan von Premier Boris Johnson zwar zu, die Abgeordneten lehnten allerdings ein beschleunigtes Brexit-Verfahren ab. Johnson setzte daraufhin die Beratungen über das Brexit-Gesetz im Parlament aus. Beobachter rechnen nun mit einer erneuten Verschiebung des EU-Austrittstermins. "Die Vorfreude an den Börsen war wieder einmal verfrüht", so Thomas Altmann von QC Partners. Wie es jetzt weiter gehe, sei im Moment vollkommen unklar.

Auf Unternehmensebene in Wien gestaltete sich die Meldungslage dünn.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Leitindex wies am Mittwoch letztlich positive Vorzeichen aus.

Der DAX eröffnete in der Verlustzone und bewegte sich lange Zeit seitwärts. Zum Handelsende konnte er dann aber doch noch Boden gut machen und stand letztlich 0,34 Prozent höher bei 12.798,19 Zählern.

Die Vollbremsung beim Brexit und drohende Neuwahlen in Großbritannien haben den DAX am Mittwoch nur mäßig beeindruckt. Der deutsche Leitindex schaffte es nach einem verhaltenen Auftakt auf ein neues Hoch seit Juli vergangenen Jahres, wo ihm allerdings schnell die Kraft ausging.

Marktanalyst Milan Cutkovic von AxiTrader sah in der aktuellen Marktentwicklung einen kleinen Rücksetzer nach dem starken Wochenauftakt. "Solange sich der DAX über der Marke von 12.500 Punkten halten kann, bleibt der kurzfristige Ausblick aus charttechnischer Sicht positiv", betonte der Experte. Zudem erscheine "ein ungeregelter Austritt (Großbritanniens aus der EU) mit all seinen negativen wirtschaftlichen Konsequenzen" nun etwas weniger wahrscheinlich.

Nachdem das britische Parlament den straffen Zeitplan von Premierminister Boris Johnson für die Brexit-Beratungen abgelehnt hatte, legte dieser das gesamte Gesetzgebungsverfahren zum Austritt aus der Europäische Union (EU) auf Eis. Nun erwägen die übrigen EU-Staaten eine Fristverlängerung. EU-Ratschef Donald Tusk und EU-Parlamentspräsident David Sassoli plädierten für einen Aufschub bis Ende Januar 2020. Bundesaußenminister Heiko Maas verlangte allerdings vorher eine klare Ansage aus London. Frankreich zeigte sich zunächst nur offen für eine kurze Verschiebung.

WALL STREET

Die Wall Street zeigt sich am Mittwoch mit leicht freundlicher Tendenz.

Der Dow Jones startete etwas stärker und pendelte im Handelsverlauf immer wieder um seinen Vortagesschluss. Schlussendlich verbuchte er ein Plus von 0,17 Prozent bei 26.833,17 Zählern. Daneben eröffnete der NASDAQ Composite etwas leichter und bewegte sich ebenfalls zwischen Gewinn- und Verlustzone. Bis zum Handelsende ging es letztlich 0,19 Prozent auf 8.119,79 Einheiten hoch.

Die Anleger an der Wall Street agierten auch am Mittwoch vorsichtig. Am Dienstag hatte der Dow bereits wegen der Unsicherheit über den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union leicht im Minus geschlossen. Seit dem Zwischentief Anfang Oktober aber hat der US-Leitindex wegen gestiegener Hoffnungen auf eine Einigung im US-chinesischen Handelsstreit schon um rund 4 Prozent zugelegt.

Auf Unternehmensseite standen unter anderem Zahlen von Caterpillar, Boeing und Snap im Fokus der Anleger.

ASIEN

Asiens Börsen kamen am Mittwoch auf keinen gemeinsamen Nenner.

In Japan präsentierte sich der Nikkei schlussendlich 0,34 Prozent höher bei 22.625,93 Punkten.

Der Shanghai Composite wies währenddessen ein Minus von 0,43 Prozent bei 2.941,62 Zählern aus. Parallel fiel der Hang Seng in Hongkong 0,82 Prozent auf 26.566,73 Einheiten.

Die Aktienmärkte Asien schlossen sich am Mittwoch den leichteren US-Vorgaben an. Hintergrund waren Teilnehmern zufolge die Unsicherheiten in Sachen Brexit und das Warten auf Fortschritte in den US-chinesischen Handelsgesprächen.

"Neben dem Brexit sind die ziemlich gemischt ausgefallenen US-Quartalsergebnisse eine ziemlich schwache Vorgabe für die asiatischen Märkte", beschrieb Marktkenner Jingyi Pan von IG die Stimmung. In den USA waren beispielsweise die Ergebnisse von McDonald's, Procter & Gamble und Travelers mit Enttäuschung aufgenommen worden. Belastet wurden sie unter anderem vom US-chinesischen Handelsstreit.

Für Verunsicherung insbesondere in Hongkong habe ein Bericht gesorgt, wonach die Chefin der chinesischen Sonderverwaltungszone angesichts der monatelangen Proteste abgelöst werden könnte, hieß es.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa


Bildquelle: wienerborse.at, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com

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Unternehmensdaten

Datum Unternehmen/Event
23.10.19 Parker Hannifin Corp. / Hauptversammlung

Wirtschaftsdaten

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n/a

Indizes in diesem Artikel

DAX 13 241,75
0,47%
Dow Jones 28 004,89
0,80%
NASDAQ Comp. 8 540,83
0,73%
NIKKEI 225 23 303,32
0,70%
Hang Seng 26 326,66
0,01%
ATX 3 185,89
-0,01%
Shanghai Composite 2 909,87
0,16%
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