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Wirtschaftseinbruch 19.06.2022 16:43:00

Elon Musk mit "super schlechtem Gefühl": Experte besorgt nach Warnungen des Tesla-Chefs

Elon Musk mit "super schlechtem Gefühl": Experte besorgt nach Warnungen des Tesla-Chefs

Elon Musk hat "super schlechtes Gefühl" bei US-Wirtschaft
• Kündigungswelle im Anmarsch
• Zahlreiche Herausforderungen für Tesla


Elon Musk schiebt Homeoffice einen Riegel vor

Elon Musk macht derzeit nicht nur mit der geplanten Übernahme des Kurznachrichtendienstes Twitter, die aufgrund von Vorwürfen des Bruchs der Übernahme-Bedingungen derzeit ins Wanken gerät, Schlagzeilen. Auch auf Mitarbeiter der Musk-Konzerns Tesla dürften demnächst einige Veränderungen zukommen. Bereits in der Vergangenheit outete sich Musk mehrfach als Homeoffice-Gegner. Nun will er die Remote-Arbeit seiner Mitarbeiter offenbar unterbinden, wie aus einer geleakten E-Mail hervorgeht. So solle jeder Mitarbeiter mindestens 40 Stunden pro Woche im Büro verbringen. Andernfalls müssten die Kollegen Tesla verlassen. Auf die Frage, was er Menschen raten würde, die Präsenzarbeit für ein veraltetes Konzept halten, schrieb er via Twitter kürzlich: "Sie sollen anderswo so tun, als würden sie arbeiten."

Zahlreiche Tesla-Mitarbeiter offenbar vor Kündigung

Kurz darauf wurden außerdem Pläne publik, nach denen der Tesla-Chef nicht nur einen Einstellungsstopp verhängt haben soll, sondern sich auch von knapp zehn Prozent seiner Belegschaft trennen will. In einer internen Mail an Tesla-Führungskräfte soll der Unternehmer laut der Nachrichtenagentur "Reuters" geschrieben haben, dass er ein "super schlechtes Gefühl" in Bezug auf die wirtschaftliche Entwicklung der USA habe.

Drohende Rezession "eigentlich eine gute Sache"

Bereits wenige Tage zuvor äußerte sich der Konzernlenker auf Twitter zur wirtschaftlichen Lage der USA: Nachdem ihn ein Nutzer des Kurznachrichtendienstes fragte, ob er mit einer Rezession rechne, bejahte Musk dies. "Ja, aber das ist eigentlich eine gute Sache", so der Tausendsassa. "Es hat zu lange Geld auf Narren geregnet. Einige Konkurse müssen passieren." Gleichzeitig nutzte Musk die Gelegenheit, um erneut gegen den florierenden Homeoffice-Trend zu schießen. "Außerdem hat der ganze COVID-Stubenhocker-Kram den Leuten vorgegaukelt, dass man nicht wirklich hart arbeiten muss. Ein böses Erwachen steht bevor!", warnte er.

In einem weiteren Tweet spezifizierte Musk, dass die wirtschaftliche Flaute voraussichtlich zwischen zwölf und 18 Monate lang dauern wird. "Unternehmen, die von Natur aus einen negativen Cashflow aufweisen (d. h. Wertvernichter), müssen sterben, damit sie keine Ressourcen mehr verbrauchen", so sein Urteil. Damit scheint der Unternehmer seinen E-Autokonzern im Rahmen der prognostizierten Rezession also nicht bedroht zu sehen.

Morgan Stanley: Tesla ist "ein Wal in der Lithium-Mine"

Zwar seien die jüngsten Geschehnisse bei Tesla für Anleger grundsätzlich noch kein Grund zur Panik, wie Morgan Stanley-Analyst Adam Jonas gegenüber dem Marktportal "TipRanks" erklärt, dennoch erfordert der geplante Stellenabbau Aufmerksamkeit. "Unserer Ansicht nach ist Tesla kein gewöhnlicher Kanarienvogel in der Kohlemine", so der Stratege in Bezug auf die Gesangsvögel, die im Bergbau als Warnung vor Sauerstoffmangel eingesetzt wurden. "Es ist eher wie ein Wal in der Lithium-Mine". Damit sollten die anstehenden personellen Veränderungen also der gesamten Branche als Warnsignal dienen.

Kostenkontrolle notwendig

Demnach sei auch "das am stärksten vertikal integrierte Automobilunternehmen der Welt", wie Jonas Tesla nennt, nicht vor globalen Herausforderungen wie Verzögerungen der Lieferketten, geopolitischen Risiken und der hohen Inflation gefeit. Konkret leidet Tesla unter diesen Faktoren, weil dadurch die Rohstoffpreise steigen, gleichzeitig aber die Nachfrage durch einen Rückgang der Kaufkraft der Konsumenten sinkt. Darüber hinaus stellen die jüngsten Werksschließungen in Shanghai, die als Maßnahme auf die Ausbreitung des Coronavirus umgesetzt wurden, den E-Autobauer vor einige Herausforderungen. Zwar wurden die Maßnahmen in der chinesischen Industriestadt mittlerweile gelockert, die Wirtschaft läuft seitdem aber nur mühsam wieder an. Auch die Steigerung der Produktionskapazität in den neuen Fabriken in Berlin und Austin seien laut dem Analysten mit immensen Kosten verbunden. "Wir würden zwar immer noch sagen, dass die Nachfrage nach Tesla-Fahrzeugen die Produktionskapazitäten übersteigt, aber das schließt nicht unbedingt aus, dass Tesla in der Lage, wenn nicht sogar gezwungen ist, die Kosten in Zukunft zu kontrollieren", so Jonas gegenüber dem Portal.

Tesla-Aktie: Zuversichtliches Kursziel bestätigt

Für den Morgan Stanley-Strategen sei es jedoch kein Widerspruch, die Erwartungen für die E-Autobranche zu senken, und gleichzeitig an Teslas Erfolg zu glauben. "Es ist möglich, ein langfristiger EV-Bulle zu sein, während man die Akzeptanzkurve bis Mitte des Jahrzehnts nach unten korrigiert", so der Analyst. So rät er Anlegern, ihre Prognosen für die Umsatzentwicklung des Musk-Konzerns zu überdenken und gegebenenfalls anzupassen sowie "die Bruttomargen im Automobilbereich" aus den Analysen herauszurechnen.

Dennoch rüttelt der Experte nicht an seinem Kursziel für die Tesla-Aktie: Jonas bleibt bei seiner "Overweight"-Einschätzung und geht weiterhin von einem Preis von 1.300 US-Dollar je Papier aus. Damit liegt die Erwartung des Analysten deutlich über dem derzeitigen Kurs von 699,00 US-Dollar (Schlusskurs vom 15. Juni 2022). Das Kurspotenzial beträgt laut Jonas hier rund 86 Prozent.

Redaktion finanzen.at

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Bildquelle: Nadezda Murmakova / Shutterstock.com,Phil Stafford / Shutterstock.com

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