Kostspielige Dividenden 18.02.2024 16:16:00

Meta-Dividende: Zuckerberg kassiert Millionen trotz hoher Steuerabgaben

Meta-Dividende: Zuckerberg kassiert Millionen trotz hoher Steuerabgaben

• Jüngste Meta-Quartalszahlen sorgen für Kursfeuerwerk
• Meta will erstmals Dividende zahlen
• Meta-CEO Zuckerberg dürfte allein durch Dividenden 700 Millionen US-Dollar einnehmen


Der Tech-Konzern Meta Platforms konnte erst kürzlich Anleger mit einem Gewinnsprung im vergangenen Quartal begeistern. So stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 25 Prozent auf 40,1 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn sprang von 4,65 Milliarden US-Dollar auf 14 Milliarden US-Dollar nach oben. Gleichzeitig kündigte die Facebook-Mutter an, Anlegern erstmals eine Quartalsdividende in Höhe von 50 Cent zahlen zu wollen, wobei sich beide Aktiengruppen - Class A und Class B - für Dividendenzahlungen qualifizieren. Die Nachricht sorgte für Euphorie unter den Aktieninhabern - die Meta-Aktie verließ den NASDAQ-Handel in Reaktion auf die Quartalsvorlage letztlich 20,32 Prozent stärker bei 474,99 US-Dollar.

Meta-Chef Zuckerberg kann sich auf Dividendeneinnahmen in Höhe von 700 Millionen US-Dollar freuen

Meta-Chef Mark Zuckerberg ist laut MarketWatch im Besitz von rund 350 Millionen Meta-Aktien. Bei einer Cashdividende von 50 Cent, kann der Tech-Visionär jährlich demnach 700 Millionen US-Dollar einstreichen. Allerdings wird bei einer solchen Summe auch einiges an Steuern fällig. So hat das Nachrichtenportal mit Verweis auf zwei Steuerexperten ausgerechnet, dass auf diese Weise rund 167 Millionen US-Dollar an Steuern anfallen würden. Zusätzlich würde noch die Einkommenssteuer des US-Bundesstaats Kalifornien in Höhe von 13,3 Prozent anfallen, was noch einmal 93,1 Millionen US-Dollar an zusätzlichen Abgaben bedeutet, wie der Universitätsprofessor Andrew Belnap gegenüber dem Portal erklärt. Insgesamt kommen auf Zuckerberg also 259,7 Millionen US-Dollar jährlich zu - nur aufgrund der Meta-Dividenden. Die erste Dividendenauszahlung dürfte am 26. März 2024 erfolgen.

Glück im Unglück

Trotz dieser millionenschweren Steuerlast, kann sich Zuckerberg laut Steuer-Experte und Universitätsprofessor Andrew Schmidt noch glücklich schätzen, wie er gegenüber MarketWatch deutlich machte. Denn würde Zuckerberg die 700 Millionen US-Dollar nicht aus Dividenden, sondern als Gehalt erhalten, würde seine Steuerrechnung nochmal wesentlich höher ausfallen, rechnet der Experte aus. Denn hier würde das Gehalt nach dem höchsten Grenzsteuersatz von 37 Prozent besteuert, die Abgaben würden dementsprechend 259 Millionen US-Dollar betragen und damit deutlich mehr als die 167 Millionen US-Dollar Federal Tax, die jährlich für die Dividendenzahlung anfallen dürften. Belnap argumentiert jedoch, dass die Steuerrate auf die Dividenden (vom Land und Bundesstaat zusammen genommen) mit 37,1 Prozent "tatsächlich ziemlich hoch" ist.

Das Grundgehalt Zuckerbergs beläuft sich derweil schon seit Jahren lediglich auf einen US-Dollar. Seine Gesamtentlohnung für das Jahr 2022 belief sich dennoch auf 27,1 Millionen US-Dollar. Für das Jahr 2023 wurden bislang keine Informationen veröffentlicht. Aufgrund seiner Anteile an dem billionenschweren Unternehmen Meta gehört Zuckerberg zu den reichsten Menschen der Welt.

Redaktion finanzen.at

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