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Abonnentenzahl im Fokus 09.10.2019 22:21:00

Schicksals-Quartal: Wie geht es für die Netflix-Aktie weiter?

Schicksals-Quartal: Wie geht es für die Netflix-Aktie weiter?

• Bericht für das dritte Quartal erwartet
• Netflix-Aktie strauchelt
• Konkurrenz-Druck auf Netflix steigt

Geht es nach Nat Schindler, Analyst der Bank of America Merill Lynch, kommt der bevorstehenden Veröffentlichung der Q3-Zahlen von Netflix eine hohe Bedeutung zu. Wie die Investmentbank schreibt, dürfte sich mit den jüngsten Ergebnissen zeigen, ob es der derzeitige Platzhirsch mit der aufblühenden Konkurrenz aufnehmen und weiterhin als führender Streaminganbieter bestehen kann.

Netflix‘ Abonnentenzahl bereitet Anlegern Sorgen

Am 16. Oktober wird der Streaminganbieter seine Bücher öffnen. In einer veröffentlichten Notiz an seine Kunden schreibt Schindler davon, dass die Aktionäre die Entwicklung der Abonnentenzahl genauestens unter die Lupe nehmen würden. Denn im vergangenen Quartal enttäuschte diese Kennziffer - die Erwartungen des Unternehmens konnten nicht erreicht werden, die Zahl der Neukunden schockierte.
Die Aktie des US-Konzerns befindet sich seit geraumer Zeit in einem Abwärtssog. Besonders nachdem Netflix mit den Ergebnissen zum zweiten Quartal in Sachen Neuzugängen auf internationaler Ebene enttäuschte, warfen die Anleger reihenweise ihre Aktien auf den Markt. Auf Jahressicht hält sich der Anteilsschein zwar noch knapp im Plus, vom Jahreshoch am 02. Mai bei 385,99 US-Dollar hat sich der Titel allerdings wieder fast 30 Prozent entfernt, somit sind nahezu die gesamten Jahresgewinne dahingeschmolzen.

'Make-or-Break'-Szenario steht bevor

Nun wird es spannend, wie sich die Abonnentenzahl im abgelaufenen Jahresviertel entwickelt hat oder ob ein historisches Debakel markiert wird: Noch nie zuvor wurde bei dieser wichtigen Zahl zwei aufeinanderfolgende Quartale ein Rückgang verbucht. Vor dem Hintergrund erstarkender Konkurrenz und neuer Streamingservices von Disney mit Disney+ und Apple mit Apple TV+ ist es also umso wichtiger, dass die Abo-Entwicklung nicht noch weiter ins Schwanken gerät, wenn der Streaming-Riese seine Vormachtstellung behalten will. "Auf dem Weg zum dritten Quartal sehen wir ein Make-or-Break-Quartal für Netflix", betont der Analyst deshalb. Demzufolge konzentrierten sich Investoren nun auf die Marktposition von Netflix und weitere Signale im Wettbewerbsumfeld, schreibt Schindler weiter.

Wie der US-Sender CNBC berichtet, spekulieren weitere Analysten über bevorstehende Schwierigkeiten, die auf Netflix zukommen könnten. Lange hatte der Streamingkonzern ein Alleinstellungsmerkmal inne. Doch die erst gelaunchten bzw. in den Startlöchern stehenden Conten-Plattformen von Apple, AT&T und Disney gesellen sich zu der bestehenden Konkurrenz wie Amazon mit seinem Prime Video.

Netflix hat noch Zeit - optimistisches Kursziel für Netflix-Aktie

Doch Bank of America Merill Lynch-Analyst Schindler hält gegenwärtig noch an seiner Kaufempfehlung für die Netflix-Aktie fest. Noch ist nichts in Stein gemeißelt und so habe der Tech-Konzern noch Zeit, um seine Content-Produktion auszuarbeiten. Netflix müsse dabei auf seinem eigenen Kundenstamm aufbauen und den fehlenden Content ausgleichen, den beispielsweise Disney von der Plattform abgezogen hat, um die Filme selbst mit Disney+ anzubieten.
"Bis die Inhaltsbibliothek von Apple im Vergleich zu Netflix oder Amazon an Umfang gewinnt oder mit anderen hochwertigen Inhalten gebündelt wird, ist das Produkt unserer Ansicht nach derzeit für Apple-Gerätebenutzer /-käufer ein "nice-to-have" im Gegensatz zu einem 'Must-Have'", ist sich Schindler sicher. Ein neues, optimistisches Kursziel bekommt die Aktie deshalb bei 450 US-Dollar verpasst - aktuell entspräche das einem Anstieg von rund 65 Prozent. Die Bank of America Merill Lynch stützt dieses Kursziel unter anderem auf die Annahme, dass die Zahl der weltweiten User auf 102,7 Millionen angestiegen sein wird. Weniger positiv gestimmt zeigte sich kürzlich dagegen die Credit Suisse: Die Schweizer Großbank geht davon aus, dass die Q3-Ziele verpasst werden.

Redaktion finanzen.at

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