Neue Studien 14.06.2024 16:19:00

WACKER CHEMIE- und LANXESS-Aktie trotz Kaufempfehlung uneins

WACKER CHEMIE- und LANXESS-Aktie trotz Kaufempfehlung uneins

Während die Lage am Aktienmarkt generell angespannt blieb, ließ der anfängliche Rückenwind für die Branchenwerte schnell nach.

a href="/aktien/lanxess-aktie">LANXESS und WACKER CHEMIE hatten in ersten Reaktionen bis zu 3,9 Prozent gewonnen, doch zuletzt zeigten sich die Papiere jedoch uneinheitlich. Für die WACKER CHEMIE-Aktie geht es via XETRA zeitweise um 0,17 Prozent aufwärts auf 96,08 Euro. Die Papiere von LANXESS verlieren derweil 2,63 Prozent auf 21,47 Euro. Sie schlugen sich damit nur zeitweise besser als der europäische Sektorindex Stoxx Europe 600 Chemicals, der um 0,3 Prozent fiel und damit auf seinem niedrigsten Niveau seit Februar blieb. Aktien des Chemikalienhändlers Brenntag SE fielen nach einer gestrichenen Kaufempfehlung des Bankhauses Metzler um 0,6 Prozent.

2024 dürfte die Chemieindustrie in puncto Nachfrage und Gewinne einen positiven Wendepunkt erreichen und 2025 sollten viele Sektorunternehmen wieder eine gute Gewinndynamik aufweisen, schrieben die Analysten Andreas Heine und Isha Sharma von der Investmentbank Stifel in einer Branchenstudie. Das größte Erholungspotenzial hätten die Aktienkurse von Wacker Chemie und Lanxess, hieß es zu den beiden Aktien, die auf "Buy" hochgestuft wurden. Neben einer Gewinnerholung profitierten beide von höheren Werten ihrer Nicht-Kernbereiche und einer Verbesserung der Finanzkraft.

Aber auch BASF und Evonik bleiben für die Stifel-Experten Kaufempfehlungen. Beide Werte folgten am Freitag dem verhaltenen Sektorumfeld mit Kursabschlägen von jeweils rund 0,4 Prozent.

Vorsichtiger schauen die Analysten jedoch auf Hersteller von Grundchemikalien. Mit Rohchemie seien die Märkte überversorgt und so werde eine Margenerholung mit solchen Produkten wohl Zeit brauchen. Ein negatives Votum hat Stifel allerdings für keine der Branchenunternehmen.

Deutsches Branchen-Schlusslicht waren am Freitag die zuletzt abermals von Übernahmefantasie angetriebenen Covestro-Aktien, die 1,1 Prozent verloren. Zum Kunststoffkonzern schrieben die Stifel-Fachleute, dieser habe zwar besonders hohes Gewinnpotenzial, aber der Zeitpunkt einer Erholung sei bei den Leverkusenern höchst unsicher. Covestro führt seit geraumer Zeit Gespräche mit Adnoc, einem staatlichen Ölkonzern aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Anfang der Woche hieß es in einem Kreise-Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg, in diese sei wieder Bewegung gekommen.

Brenntag bleibt in der Stifel-Studie auf "Hold" - ein Votum, das nun auch das Bankhaus Metzler aussprach. Die Jahresziele des Chemikalienhändlers schienen zunehmend ambitioniert, argumentierte Metzler-Analyst Alexander Neuberger für seine Abstufung von "Buy" auf "Hold", die er nahe am niedrigsten Niveau seit Januar 2023 vornahm.

2024 sind Brenntag mit einem Kursverlust von fast 22 Prozent einer der schlechtesten DAX-Werte. Wacker und Lanxess stehen mit Jahresverlusten von aktuell 15 beziehungsweise 22 Prozent im MDAX kaum besser da.

FRANKFURT (dpa-AFX)

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