Hoch seit November 02.04.2019 17:20:00

Kurssprung beim Bitcoin: Digitalwährung gewinnt mehr als 20 Prozent

Kurssprung beim Bitcoin: Digitalwährung gewinnt mehr als 20 Prozent

Auf der Handelsplattform Bitstamp erreichte der Preis für einen Bitcoin am Morgen 5080 US-Dollar. Er war damit so wertvoll wie seit vergangenen November nicht mehr. Zuletzt kostete ein Bitcoin noch knapp 4700 Dollar.

In den vergangenen drei Monaten hatte sich der Bitcoin dagegen nur vergleichsweise wenig bewegt. Bis zum aktuellen Kurssprung wurde die Digitalwährung in der Spanne von etwa 3300 Dollar bis etwas über 4000 Dollar gehandelt.

Händler konnten am Vormittag keine klare Ursache für die plötzliche Kursrallye am Markt für Digitalwährungen nennen. Neben dem Bitcoin legten auch andere Kryptowährungen wie Ether oder Ripple in kurzer Zeit ungewöhnlich stark zulegen.

Nach wie vor sei das Handelsvolumen an den Märkten für Digitalwährungen vergleichsweise gering, sagte Experte Jehan Chu von der Beratungsfirma Kenetic Capital und erklärte damit die starke Kursbewegung. Außerdem werde der Handel immer noch durch eine gewisse Überschwänglichkeit geprägt.

Nach Einschätzung des Marktexperten Timo Emden könnte der Kurssprung weitere Marktteilnehmer zu Anschlusskäufen animieren. "Die Eroberung neuer Jahreshoch dürfte mit gespaltenen Gefühlen gesehen werden, da die Sorgenliste weiterhin lang bleibt", erklärte Emden.

Zuletzt war Mitte März der ehemalige Chef der insolventen Bitcoin-Tauschbörse Mt.Gox in Japan wegen Dokumentenfälschung zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Mt.Gox zählte zeitweise zu den größten Handelsplätzen für Bitcoins.

Trotz des massiven Kurssprungs ist der Bitcoin noch weit von seinem Rekordhoch von Ende 2017 entfernt. Damals war der Kurs der Digitalwährung auf Bitstamp bis auf 19 666 Dollar gestiegen.

Die Grundidee der 2009 zu Zeiten der Finanzkrise gestarteten Bitcoins ist ein weitgehend anonymer Zahlungsverkehr, der unabhängig von Regierungen und Banken funktioniert. Fehlende Regulierung sorgt allerdings auch für erhebliche Risiken. Bitcoins werden durch komplexe Rechenprozesse am Computer erzeugt.

/jkr/elm/mis

FRANKFURT (dpa-AFX)

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