Nachkäufe in Millionenhöhe: Cathie Wood bleibt trotz schwacher Performance optimistisch

• Zinswende verschreckt Anleger
• Short-Positionen werden sich rächen
• Spektakuläre Renditen in den nächsten fünf Jahren


Die Rezession der Weltwirtschaft und die jüngste Schwankungsanfälligkeit der Aktienmärkte zeigten, dass die Zinspolitik der Fed von den Anlegern als zu aggressiv wahrgenommen werde, sagte Cathie Wood. Die straffere Geldpolitik der Fed wirkt sich vor allem auch auf die Bewertungen der wachstumsorientierten Tech-Aktien aus, eine drohende Inflation verschreckte die Anleger. In ihrem monatlichen Webinar verweist die Investorin auf die Leitzinserhöhungen der US-Notenbank, die die Wachstumsaktien drücken: "Die Märkte machen sich im Moment ziemlich laut bemerkbar und scheinen die Strategie der Fed in Frage zu stellen." Die Fed verkenne die Lage, Insolvenzen zeichneten sich ab.
Indikationen für einen Bärenmarkt gebe es genug: Der Referenzindex S&P 500 rückte nahe an die für einen Bärenmarkt charakteristische Verlustmarke von 20 Prozent. Cathie Woods Flaggschiff ARK Innovation ETF (ARKK) fiel seit seinem Allzeithoch im Februar 2021 um über 70 Prozent. Die marktschlagende Rendite ist nun passé, denn die Gesamtrendite ihrer Anlagen liegt nun sogar unter der der US-Indizes. Selbst auf den Zeitraum der letzten fünf Jahre performen die Anlagen von Wood mit 55 Prozent unter denen des S&P 500 mit 67 Prozent.

Bodenbildung in Sicht? Cathie Wood erwartet spektakuläre Renditen

Sie erwarte "spektakuläre Renditen" innerhalb der nächsten fünf Jahre, bekräftigte Cathie Wood ihre Investitionsstrategie gegenüber CNBC. Tech-Unternehmen seien Ziel "unglaublicher Shorting-Aktivitäten" geworden, die zu deutlichen Kursverlusten führten. "Wenn wir Recht haben, werden die Leerverkäufer gezwungen sein, sich einzudecken, und wir freuen uns schon auf diesen Zeitpunkt", sagte Cathie Wood in Richtung der Short Selling Trader.
Positive Signale kämen vom Verbraucherpreisindex für April, hier sieht die Tech-Investorin Entspannungssignale für die Inflation, die Rohstoffpreise würden langsam ihren Höhepunkt erreichen. Auch auf die sinkenden Gebrauchtwagenpreise verwies sie.

Wie überzeugt die Investorin von ihrer Strategie ist, sah man zuletzt an ihren Nachkäufen bei Coinbase und Teladoc. Nach den massiven Kursverlusten der beiden Titel kaufte das ARK-Team in Millionenhöhe nach. Zusammen mit Tesla sind Coinbase und Teladoc die größten Positionen im ARK Innovation ETF.

Trotz der oben genannten Verluste bleibt der ARK Innovation ETF im Fokus der Anleger und konnte zuletzt sogar Nettozuflüsse verzeichnen. Cathie Wood fügte ihrem ETF jüngst eine Position hinzu, und zwar General Motors, deren Einstieg in die Elektromobilität sie nun als "ernsthaft" bewerte.

Redaktion finanzen.at

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Bildquelle: viewimage / Shutterstock.com,Cindy Ord/Getty Images for Bloomberg Businessweek

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