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Parallelen zur Finanzkrise: Experte sieht Gefahr in neuer Marktblase

• Hedgefonds-Manager Michael Burry glaubt, dass die nächste Finanzkrise bevorsteht
• Das passive Investment könnte den Crash auslösen
• Parallelen zur Finanzkrise 2008

Er war einer der ersten und wenigen, die den Ausbruch der Finanzkrise vor mehr als zehn Jahren voraussagten. Und nun glaubt er, erneut eine Marktblase erkannt zu haben. Als gefährlich erweisen sich dieses Mal passive Investments wie ETFs. Ähnlich wie vor zehn Jahren die Collaterized Debt Obligations (CDO), also ein Finanzinstrument, das aus sicheren und risikoreichen Hypotheken bestand, unterschätzt wurden, so werden es heute auch die riesigen Investitionen in Indexfonds.

Parallelen zur Finanzkrise 2009

Sie würden die Preise von Aktien und Anleihen ebenso verzerren wie es die CDO-Käufe mit den Subprime-Hypotheken getan hätten. Die simplen Thesen und Modelle, die Menschen dazu bewegen, in Sektoren, Indizes oder ETFs zu investieren, erfordern keine Analyse auf Sicherheitsniveau mehr - welche aber unabdingbar für eine wahre Preisfindung sei. "Ähnlich war die Blase in synthetischen Asset-Backed-CDOs vor der großen Finanzkrise, als die Preisgestaltung im Kreditmarkt nicht durch eine fundamentale Analyse auf Sicherheitsniveau erfolgte, sondern durch massive Kapitalzuflüsse, die auf [...] Modelle basierten, die sich wiederum als unwahr erwiesen", so Burry.

Das "schmutzige Geheimnis" von passiven Index-Fonds

Hinter Indexfonds verberge sich laut dem Hedgefonds-Manager ein "schmutziges Geheimnis": Ob es sich bei dem Indexfonds um einen offenen, geschlossenen oder um ein ETF handelt, das negative daran sei die Verteilung der Investitionszuflüsse auf alle Titel eines Index’ - also auch auf solche, die bei einem geringeren Wert gehandelt werden. Ein Beispiel sei der S&P 500. Dieser "beinhalte zwar die größten Titel der Welt", dennoch würden 266 Aktien, "mehr als die Hälfte", unter einem Wert von 150 Millionen Dollar gehandelt. "Das mag nach viel klingen, doch werden Billionen an Dollars in Assets weltweit in in diese Aktien investiert."

Als besseres Investment bevorzugt der 47-Jährige Nebenwerte, da sie "dazu tendieren, in passiven Fonds unterrepräsentiert zu sein" und einen großen Mehrwert haben. Vor allem solche aus der Funk- und virtuellen Technologie wiesen großes Potenzial auf. Insbesondere japanische Nebenwerte gehörten zu seinen Favoriten.

"Es wird unangenehm"

Die Investitionszuflüsse würden sich eines Tages umkehren - und dann werde es ziemlich unangenehm. Doch wann genau es zum Crash kommen oder wie lange die Blase dauern wird, weiß selbst Burry nicht genau. "Es ist wie mit den meisten Blasen", so Burry gegenüber Bloomberg, "je mehr sie sich vergrößern, desto schlimmer wird der Crash".

Redaktion finanzen.at

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