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Geändert am: 04.09.2026 22:03:52

Nach US-Arbeitsmarktdaten: ATX geht mit kräftigen Aufschlägen ins Wochenende -- DAX beendet Handel etwas fester - 26.000-Punkte-Marke hält -- Wall Street tiefer -- Asiens Börsen schließen uneins

AUSTRIA

Vor dem Wochenende dominierten die Bullen das Geschehen am Wiener Aktienmarkt.

Der ATX notierte im frühen Handel marginal tiefer, drehte aber umgehend ins Plus und baute seine Gewinne stetig aus. Letztlich stand ein kräftiger Aufschlag von 0,85 Prozent auf 6.858,28 Punkte an der Kurstafel.

Der Wiener Aktienmarkt trotzte den am Freitagnachmittag veröffentlichten und mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarkdaten. Die Beschäftigtenzahl in den USA ist im August deutlich stärker als erwartet gestiegen. Tendenziell facht das die zuletzt abgeflachten Sorgen rund um eine Zinserhöhung im September wieder an, davon ließen sich die Anleger hierzulande nicht entmutigen.

Die US-Notenbank Federal Reserve hat den Leitzins zuletzt in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen. An den Finanzmärkten wird gerätselt, ob sich die Fed Mitte des Monats zu einer Zinserhöhung durchringen kann. Notenbankchef Kevin Warsh äußerte zuletzt Sorge über die hartnäckige Inflation und nannte den Arbeitsmarkt zugleich "recht stabil".

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt präsentierte sich vor dem Wochenende gut behauptet.

Der DAX stieg zunächst kaum verändert in den Handel ein und pendelte auch im Verlauf zunächst um die Nulllinie. Am Nachmittag rückte er dann in die Gewinnzone vor, wo er den Handel auch 0,17 Prozent fester bei 26.046,40 Punkten beendete.

Die am Nachmittag veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten ließen DAX-Anleger weitestgehend kalt, obwohl diese die Erwartungen an eine Leitzinserhöhung im September tendenziell wieder anheizen dürften, wie Ralf Umlauf von der Landesbank Helaba in einer ersten Einschätzung schrieb. Statt sich von wieder aufflammenden Konjunktursorgen bremsen zu lassen, hielt der deutsche Leitindex an seinem Stabilisierungskurs fest. Auf Wochensicht steht angesichts der vorangegangenen Korrektur seit dem Rekordhoch dennoch ein Minus von rund 1,7 Prozent zu Buche.

Als stützend erwies sich der leicht sinkende Ölpreis. Zudem hofften Anleger weiter, dass die Eskalation des Konflikts im Nahen Osten zeitlich begrenzt bleibe.

WALL STREET

Die Wall Street zeigte sich vor dem Wochenende verunsichert.

Der Dow Jones verlor zum Sitzungsstart leicht und bewegte sich auch weiterhin auf rotem Terrain. Er verließt den Handel 0,51 Prozent schwächer bei 53.413,60 Zählern.
Der technologielastige NASDAQ Composite eröffnete den Handel kaum bewegt. Im Tagesverlauf sackte er jedoch ins Minus ab, wo er sich 0,29 Prozent schwächer bei 26.506,99 Punkten verabschiedete.

Die US-Börsen zeigten sich mit schwacher Tendenz, nachdem die offiziellen Arbeitsmarktdaten für August überraschend stark ausgefallen sind. Das wiederum gab Zinserhöhungssorgen neue Nahrung und trieb am Anleihemarkt die Renditen nach oben.

Im vergangenen Monat entstanden in den USA außerhalb der Landwirtschaft 162'000 zusätzliche Stellen, während Volkswirte im Konsens den Beschäftigungsaufbau auf 53'000 geschätzt hatten. Die Arbeitslosenquote lag wie erwartet bei 4,1 Prozent, der durchschnittliche Stundenlohn stieg ungefähr im erwarteten Rahmen. Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen steigt in Reaktion auf die Daten um 3 Basispunkte auf 4,79 Prozent. Der Dollar folgt den Anleiherenditen nach oben. Der Dollarindex zieht um 0,4 Prozent an.

Positiv wurde am Freitag aufgenommen, dass die Ölpreise nachgaben. Das Barrel Brentöl verbilligt sich um 0,8 Prozent auf 94,74 Dollar, nachdem es am Donnerstag im Verlauf zeitweise über 97 Dollar gekostet hat.

ASIEN

Die asiatischen Börsen zeigten sich am Freitag uneins.

Der Nikkei 225 stieg in Tokio letzltich 1,26 Prozent auf 65.020,94 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland notierte der Shanghai Composite 0,3 Prozent tiefer bei 3.930,12 Zählern.

In Hongkong ging es nach oben: Der Hang Seng kletterte 1,74 Prozent auf 25.650,87 Einheiten.

An den asiatischen Aktienmärkten haben die wichtigen Leitbörsen am Freitag zugelegt - angeführt von Technologiewerten. Händler verwiesen auf günstige Vorlagen der Wall Street, wo Technologietitel ebenfalls gefragt gewesen waren. Ausgelöst hatte US-Notenbankgouverneur Christopher Waller die Nachfrage nach Technologietiteln. Denn er zerstreute Befürchtungen über eine unmittelbar bevorstehende Zinserhöhung in den USA - in der Folge sanken auch die Renditen am Anleihemarkt. Waller plädierte für eine kurzfristige Bestätigung des aktuellen Zinsniveaus. Damit hat auch der am Freitag nach Börsenschluss in Asien anstehende US-Arbeitsmarktbericht etwas an geldpolitischer Brisanz verloren.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: wienerborse.at, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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