Investitionen geplant 06.12.2019 17:51:42

Carl Zeiss Meditec mit deutlichem Umsatz- und Ergebnisanstieg - Aktie knickt dennoch ein

Carl Zeiss Meditec mit deutlichem Umsatz- und Ergebnisanstieg - Aktie knickt dennoch ein

Unter dem Strich kletterte der Überschuss um rund 27 Prozent auf 160,6 Millionen Euro, wie das MDAX-Unternehmen am Freitag bei der Vorlage ausführlicher Zahlen in Jena mitteilte. Besonders gut lief es unter anderem im Geschäft mit Lasersystemen zur Sehschärfekorrektur.

Im bereits laufenden neuen Geschäftsjahr will Carl Zeiss Meditec schneller als der Markt wachsen, teilte der Spezialist für Ausrüstungen zur Diagnose und Behandlung von Augenkrankheiten mit. Der Konzern geht jedoch nicht davon aus, dass die Ebit-Marge weiter deutlich steigen wird. Sie soll zwischen 17 und 19 Prozent liegen. Grund seien unter anderem geplante strategische Investitionen in Forschung und Entwicklung. Mittelfristig will Carl Zeiss Meditec eine Ebit-Marge erreichen, die nachhaltig oberhalb von 18 Prozent liegt.

Wie bereits bekannt steigerte Carl Zeiss Meditec den Umsatz um knapp 14 Prozent auf 1,46 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) belief sich auf 264,7 Millionen Euro und lag damit um rund ein Drittel über dem Vorjahreswert. Die entsprechende Marge konnte mit 18,1 Prozent um 2,7 Prozentpunkte gesteigert werden.

Anleger treten bei Carl Zeiss-Aktie auf die Euphoriebremse

Der jüngste Höhenflug der Aktien von Carl Zeiss Meditec hat am Freitag nach Zahlen und Ausblick einen jähen Dämpfer bekommen. Auf XETRA sanken sie am Freitag letztlich um 6,36 Prozent auf 103,10 Euro.

Der Medizintechniker habe ein gutes Geschäftsjahr 2018/19 hinter sich, aber der Ausblick dürfte kaum zu einer Anhebung der Markterwartungen führen, schrieb Berenberg-Analyst Scott Bardo in einer aktuellen Studie.

Im bereits laufenden neuen Geschäftsjahr will Carl Zeiss schneller als der Markt wachsen. Die Margenziele für das aktuelle Geschäftsjahr - sowie mittelfristig - seien aber wohl etwas schwächer als gedacht, sagte ein Händler. Nach dem sehr starken Lauf der Papiere machen daher die Anleger erst einmal Kasse.

Das aktuelle Minus wirft die Papiere zurück auf das Niveau von Mitte November. Zuvor, gegen Ende Oktober, waren die Anteile schon einmal abgerutscht bis auf unter 90 Euro, nachdem der Konzern auf höhere Kosten im vierten Geschäftsquartal und damit ein nicht ganz so hohes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) im Geschäftsjahr hingewiesen hatte. Marktteilnehmer fanden diese Kursreaktion aber übertrieben und nutzten die Schwäche für Zukäufe. Bis Ende November ging es dann bergauf bis zum Rekordhoch bei 112,70 Euro.

Die Carl-Zeiss-Aktien laufen seit Jahren stark. 2019 sind sie mit einem Plus von derzeit fast 52 Prozent unter den Favoriten im MDax.

Berenberg belässt Carl Zeiss Meditec auf 'Hold'

Die Privatbank Berenberg hat die Einstufung für Carl Zeiss Meditec nach endgültigen Jahreszahlen auf "Hold" mit einem Kursziel von 93 Euro belassen. Der Medizintechniker habe ein gutes Geschäftsjahr 2018/19 hinter sich, aber der Ausblick dürfte kaum zu einer Anhebung der Markterwartungen führen, schrieb Analyst Scott Bardo in einer am Freitag vorliegenden Studie.

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JENA (dpa-AFX)

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Bildquelle: Carl Zeiss Meditec