Mercedes-Benz Group Aktie
WKN: 710000 / ISIN: DE0007100000
25.10.2024 14:30:38
|
ROUNDUP: IG Metall ruft zu Warnstreiks ab Dienstag
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die IG Metall droht in der deutschen Metall- und Elektroindustrie mit schnellen Warnstreiks ab dem kommenden Dienstag (29. Oktober). "Unsere Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben haben das hohe Bedürfnis, den Arbeitgebern den Ernst der Lage zu demonstrieren. Warnstreiks in den Betrieben sind jetzt nötig, damit sich am Verhandlungstisch etwas deutlich und schnell bewegt", sagt die Tarif-Vorständin Nadine Boguslawski der Deutschen Presse-Agentur. "Niemand will, dass die Tarifrunde zur Hängepartie wird."
Die Friedenspflicht der Flächentarifverträge für zusammen rund 3,9 Millionen Beschäftigte läuft am Montag um Mitternacht ab. Bislang haben die Tarifpartner in zwei Verhandlungsrunden keine Annäherung erreicht. Die IG Metall fordert 7 Prozent mehr Geld innerhalb eines Jahres, während die Metallarbeitgeber 3,6 Prozent in einem Zeitraum von 27 Monaten angeboten haben. Die erste Stufe von 1,7 Prozent soll im Juli 2025 greifen. Die Unternehmen verweisen auf schwache Produktionswerte und fehlende Aufträge.
Boguslawski weist das vorliegende Angebot als "zu dürftig" zurück. "Ein Angebot mit einer erst späten Entgelterhöhung, das nicht einmal die erwartete künftige Inflation ausgleicht, ist für die Beschäftigten inakzeptabel", sagt sie. Die Menschen bräuchten Perspektiven und Geld zum Ausgeben, was auch der Binnenkonjunktur zugutekäme. Die Arbeitgeber müssten mit schnellen und spürbaren Entgeltsteigerungen gerade jetzt ihren Beitrag gegen das "Angst-Sparen" leisten.
Aus Sicht des Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführers Oliver Zander machen die Warnstreiks eine Einigung schwieriger: "Die IG Metall schürt unrealistische Erwartungshaltungen, statt ihren Mitgliedern die schlechte Lage zu vermitteln." Die Metall- und Elektro-Industrie befinde sich im freien Fall und weder in diesem noch im nächsten Jahr sei eine Trendwende abzusehen. Bei den Verhandlungen ist nun die IG Metall am Zug. "Nur so bestehen schnelle Einigungschancen, denn der Kompromiss ist das Prinzip."
Die Bezirke haben am Freitag erste konkrete Planungen für die erste Warnstreikwelle veröffentlicht. Allein im Bezirk Mitte sind Beschäftigte aus 38 Betrieben in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Thüringen zu mehrstündigen Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Unmittelbar nach Mitternacht sind am frühen Dienstag Aktionen unter anderem bei thyssenkrupp Rasselstein in Andernach, Federal-Mogul in Wiesbaden und Norma in Hanau geplant. Ein Schwerpunkt der Proteste ist das Saarbrücker Werk des Auto-Zulieferers ZF, der Stellenstreichungen angekündigt hat.
Auch im Südwesten erhöht die IG Metall den Druck. Die Gewerkschaft ruft ihre Mitglieder für kommenden Dienstag zu Warnstreiks auf, wie Bezirksleiterin Barbara Resch in Stuttgart mitteilt. In der Vergangenheit waren unter anderem Beschäftigte bei den Fahrzeugherstellern Mercedes (Mercedes-Benz Group (ex Daimler))-Benz (Mercedes-Benz Group (ex Daimler)), Porsche und bei großen Zulieferern wie Mahle oder Bosch zu kurzfristigen Arbeitsniederlegungen aufgerufen./ceb/DP/nas

Wenn Sie mehr über das Thema Aktien erfahren wollen, finden Sie in unserem Ratgeber viele interessante Artikel dazu!
Jetzt informieren!
Nachrichten zu Mercedes-Benz Group (ex Daimler)mehr Nachrichten
04.04.25 |
Börse Europa in Rot: So entwickelt sich der STOXX 50 am Freitagnachmittag (finanzen.at) | |
04.04.25 |
Mercedes-Benz-Aktie dennoch tiefer: Beträchtliche Investition in Sindelfingen geplant (dpa-AFX) | |
04.04.25 |
Anleger in Europa halten sich zurück: STOXX 50 präsentiert sich am Mittag leichter (finanzen.at) | |
04.04.25 |
STOXX 50-Handel aktuell: STOXX 50 gibt zum Start des Freitagshandels nach (finanzen.at) | |
03.04.25 |
Anleger in Europa halten sich zurück: STOXX 50 legt schlussendlich den Rückwärtsgang ein (finanzen.at) | |
03.04.25 |
Börse Europa: STOXX 50 verbucht nachmittags Verluste (finanzen.at) | |
03.04.25 |
Mercedes-Benz Group (ex Daimler)-Aktie-Analyse: JP Morgan Chase & Co. bewertet mit Overweight (finanzen.at) | |
03.04.25 |
Handel in Europa: STOXX 50 in Rot (finanzen.at) |
Analysen zu Mercedes-Benz Group (ex Daimler)mehr Analysen
03.04.25 | Mercedes-Benz Group Overweight | JP Morgan Chase & Co. | |
03.04.25 | Mercedes-Benz Group Market-Perform | Bernstein Research | |
01.04.25 | Mercedes-Benz Group Buy | Deutsche Bank AG | |
01.04.25 | Mercedes-Benz Group Buy | Warburg Research | |
01.04.25 | Mercedes-Benz Group Hold | Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank) |
Aktien in diesem Artikel
Mercedes-Benz Group (ex Daimler) | 48,76 | -5,28% |
|
NORMA Group SE | 9,93 | -12,28% |
|
Porsche AG (Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft) | 43,06 | -4,37% |
|
thyssenkrupp AG | 8,01 | -13,31% |
|