Drittes Quartal 24.12.2020 22:04:00

Staatsfonds von Südkorea mit Anpassungen im Portfolio: Apple- und Alibaba-Aktien auf Verkaufszettel

Staatsfonds von Südkorea mit Anpassungen im Portfolio: Apple- und Alibaba-Aktien auf Verkaufszettel

• Korea Investment Corporation gehört zu den größten Staatsfonds der Welt
• Zahlreiche US-Titel wurden im dritten Quartal reduziert
• Überraschende Aufstockung bei US-Autobauer


Der südkoreanische Staatsfonds gehört zu den größten der Welt. Die Korea Investment Corporation wurde 2005 von der südkoreanischen Regierung ins Leben gerufen und verwaltet Anlagen im Wert von 28,3 Milliarden US-Dollar. In 678 Holdings ist der Staatsfonds investiert - dabei befinden sich auch zahlreiche US-Titel im Portfolio der KIC. Doch insbesondere bei US-Aktien haben die Südkoreaner im dritten Quartal massive Anpassungen vorgenommen.

Apple, Alphabet & Co: Zahlreiche US-Aktien auf dem Verkaufszettel

Wie aus der Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC zum dritten Quartal hervorgeht, hat der Staatfonds weiterhin große Anteile an US-Unternehmen. Die größte Position im Depot nahm zum Ende des dritten Jahresviertels der Techriese Apple ein - 14,8 Millionen Anteilsscheine besitzt der Fonds, damit macht der iPhone-Hersteller mehr als sechs Prozent des Gesamtportfolios aus. Doch im Vergleich zum zweiten Quartal wurde die Apple-Beteiligung deutlich reduziert: 1.188.000 Apple-Aktien verkaufte KIC im Berichtszeitraum und warf somit rund sieben Prozent seiner Apple-Titel aus dem Depot.
Neben Apple verkaufte der Staatsfonds auch einen Teil seiner Beteiligungen an Microsoft und Amazon, auch Facebook gehörte zu den Aktien, die im dritten Quartal reduziert wurden. Zeitgleich flogen auch zehn Prozent der Intel-Aktien aus dem Depot. Besonders deutlich fiel die Verkaufsaktion bei Aktien der Google-Mutter Alphabet aus: Im dritten Quartal trennte sich KIC von 43.500 Anteilsscheinen des IT-Riesen und reduzierte seine Beteiligung damit um satte 13 Prozent. Mit 278.506 verbliebenen Anteilsscheinen mit einem Gesamtwert von rund 409 Millionen US-Dollar blieb Google aber die fünftgrößte Position im Portfolio des Staatsfonds.

Auch Thermo Fisher Scientific, ein US-amerikanisches Technologieunternehmen, ist offenbar in der Gunst der Südkoreaner gesunken: Im dritten Quartal verkaufte der südkoreanische Staatfonds 21 Prozent seiner Thermo Fisher-Aktien, 722.556 Anteile verblieben laut der Mitteilung an die US-Börsenaufsicht noch im Depot. Ebenfalls massiv reduziert wurde die Beteiligung am Kreditkartenriesen MasterCard: Fast ein Drittel der Anteile flog im abgelaufenen Jahresviertel raus, aktuell hält der Staatsfonds noch 816.365 MasterCard-Titel mit einem Börsenwert von insgesamt rund 276 Millionen US-Dollar.

Auch Alibaba-Beteiligung deutlich abgespeckt

Doch nicht nur bei seinen US-Beteiligungen hat der südkoreanische Staatfonds im dritten Quartal den Rotstift angesetzt, auch der chinesische Internetriese Alibaba war von den Anpassungen betroffen. 255.600 Aktien weniger hat die Korea Investment Corporation nach dem dritten Quartal weniger im Depot - damit trennte sich der Staatsfonds von 19 Prozent seiner Aktien. Die verbliebene Alibaba-Beteiligung beläuft sich jetzt auf 1.037.529 Anteilsscheine mit einem Marktwert von 305 Millionen US-Dollar.

Überraschender Kauf einer Auto-Aktie

Doch während der KIC im Berichtsszeitraum zahlreiche Aktien verkauft hat, standen auch einige auf den Einkaufszetteln der Marktexperten. So wurde die Beteiligung an BlackRock massiv ausgebaut, die Südkoreaner stockten ihre Anteile an dem US-Investmentunternehmen um 29 Prozent auf 483.501 Aktien auf. Noch kräftiger griffen die Verantwortlichen des Staatsfonds bei Aktien von S&P Global Inc., einem US-amerikanischen Finanzdienstleister, zu. Um satte 64 Prozent baute der Staatsfonds seine Aktienanteile an diesem Unternehmen aus.
Die wohl größte Überraschung im Portfolio von KIC war aber wohl der Kauf von General Motors-Aktien. Insgesamt 3.363.700 Anteile holten sich die Südkoreaner im dritten Quartal zusätzlich ins Depot und stockten ihre Beteiligung damit um 165 Prozent auf.

Redaktion finanzen.at

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Bildquelle: swissmacky / Shutterstock.com

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