Christian Scheid-Kolumne 16.05.2019 13:31:06

Infineon Protect Aktienanleihe - Schwierige Marktbedingungen

Kolumne

Im März hatte der Chipkonzern Infineon seine Prognose gesenkt. Wegen der nachlassenden Autonachfrage in China und globaler wirtschaftlicher Unsicherheiten würden das Umsatzplus und die Profitabilität geringer ausfallen als bisher erwartet, teilte das Unternehmen mit. Am Ende kam es dann aber nicht ganz so schlimm wie befürchtet. Der Umsatz ist im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2018/19 im Vergleich zum Vorjahreswert um acht Prozent auf 1,98 Mrd. Euro geklettert. Der operative Gewinn legte um sechs Prozent auf 332 Mio. Euro zu.

Infineon-Chef Reinhard Ploss erwartet jedoch, dass die Geschäfte zunächst schwierig bleiben: "Der Boom ist erst einmal vorbei, die Nachfragedynamik hat sich abgeschwächt." Konkret rechnet der Manager im laufenden dritten Quartal des Geschäftsjahres 2018/19 selbst im besten Fall nur mit einem leichten Wachstum gegenüber dem Vorquartal. Die Marge dürfte zudem sinken. Daher sind Anleger gut beraten, wenn sie sich dem DAX-Mitglied mit Teilschutz nähern. Dazu geeignet ist eine neue Protect Aktienanleihe (ISIN AT0000A283V0) von der Erste Group Bank auf Infineon. Das Papier ist mit einem Kupon von 8,25 Prozent p.a. ausgestattet, der am Laufzeitende unabhängig von der Kursentwicklung der Infineon-Aktie zur Auszahlung kommt. Zudem wird die Aktienanleihe zum Nennwert getilgt, wenn der Infineon-Kurs niemals die Barriere von 80 Prozent verletzt. Tritt das Negativ-Szenario ein, und der Basiswert notiert am Ende nicht wieder über dem Startpreis, erfolgt die physische Lieferung von Aktien.

Noch ein Stück mehr Sicherheit bietet die Protect Pro Aktienanleihe (ISIN AAT0000A283W8), da die 80-prozentige Barriere hier nur am Laufzeitende aktiv ist. Dafür müssen Anleger einen niedrigeren Kupon von 6,25 Prozent p.a. in Kauf nehmen. Eine offensive Variante ist die klassische Aktienanleihe (ISIN AT0000A283U2). Sie hat keinen Protect-Level eingebaut. Zur Rückzahlung zum Nennwert kommt es also nur, wenn die Aktie am Ende ihren Startwert erreicht. Das größere Risiko wird mit einem höheren Kupon von 9,5 Prozent p.a. ausgeglichen.

Christian Scheid, Chefredakteur von Zertifikate Austria, begann sich Mitte der Neunziger Jahre für die internationalen Finanzmärkte zu begeistern. Nach seinem Abschluss zum Diplom-Volkswirt 1999 war er Redakteur und Ressortleiter beim Anlegermagazin "Börse Online". Seit 2006 ist er als Freier Wirtschafts- und Finanzjournalist selbstständig. Hier können Sie sich für den Gratis-Newsletter anmelden: Zertifikate Austria


Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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Bildquelle: Zertifikate Austria
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