Christian Scheid-Kolumne 15.01.2020 10:26:41

Österreichische Post Protect Aktienanleihe - Tariferhöhung stützt

Kolumne

Die Österreichische Post erzielte in den ersten drei Quartalen 2019 solide Ergebnisse, die jedoch von der bereits angekündigten Datenschutzrückstellung überschattet wurden. Der Umsatz stieg um 3,2 Prozent auf 1,46 Mrd. Euro. Während das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um rund 10 Mio. auf 149,8 Mio. Euro zulegte, drückte die im dritten Quartal gebuchte Rückstellung von fast 20 Mio. Euro auf das ausgewiesene Betriebsergebnis, das bei circa 130 Mio. Euro zu liegen kam - ein Rückgang von 8,4 Prozent.

Das Management der Post bestätigte den Ende Oktober gegebenen Ausblick für 2019. Demnach wurde bei einem Umsatzplus ein stabiles Ebit vor Datenschutz-Rückstellung angepeilt. Für das Jahr 2020 hat die Post eine Tariferhöhung angekündigt. Vorstandschef Georg Pölzl begründete die Preiserhöhung mit der allgemeinen Inflationsrate und der sinkenden Briefmenge. Die flächendeckende Versorgung mit rund 1.800 Post-Geschäftsstellen und die tägliche Zustellung müsse finanziert werden, sagte Pölzl anlässlich der Vorlage der Neunmonatszahlen 2019. Insgesamt soll der Umsatz des Konzerns 2020 stabil bleiben oder leicht steigen.

Der Aktienkurs konnte sich zuletzt deutlich vom 2019er-Tief bei gut 29 Euro lösen. Nun stößt die Notiz im Bereich 38,75 Euro auf Widerstand. Als Alternative ist eine Protect Aktienanleihe der Erste Group interessant. Das Papier sieht am Ende der Laufzeit einen Kupon von 6,25 Prozent p.a. vor. Zudem kommt es zur Tilgung zum Nennwert, wenn der Aktienkurs der Post niemals die Barriere von 80 Prozent des Startwerts berührt oder unterschreitet. Ansonsten bekommen Anleger Aktien ins Depot gebucht.

Bei einer Protect Pro Aktienanleihe ist die 80-prozentige Barriere nur am letzten Tag der Laufzeit aktiv. Der Kupon liegt bei 4,00 Prozent p.a. Um bei einer klassischen Aktienanleihe den Nennwert zurückzubekommen, muss der Basiswert am Ende zwingend über dem Startwert stehen. Dem größeren Risiko steht ein höherer Kupon von 8,75 Prozent p.a. gegenüber.

Christian Scheid, Chefredakteur von Zertifikate Austria, begann sich Mitte der Neunziger Jahre für die internationalen Finanzmärkte zu begeistern. Nach seinem Abschluss zum Diplom-Volkswirt 1999 war er Redakteur und Ressortleiter beim Anlegermagazin "Börse Online". Seit 2006 ist er als Freier Wirtschafts- und Finanzjournalist selbstständig. Hier können Sie sich für den Gratis-Newsletter anmelden: Zertifikate Austria


Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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