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Geändert am: 02.10.2026 22:03:09

US-Arbeitsmarktdaten bremsen Zinssorgen: Wall Street schließt in Grün -- ATX beendet Handel nach Richtungssuche fester -- DAX geht mit kräftigem Plus ins Wochenende -- Asiens Börsen letztlich im Minus

AUSTRIA

Der Wiener Aktienmarkt suchte nach seiner Richtung zum Wochenschluss.

Der ATX bewegte sich im frühen Handel knapp höher und behauptete sich zunächst auch im Anschluss. Um die Mittagszeit fiel das Barometer zunächst an die Nulllinie zurück, ehe es zeitweise spürbar ins Minus ging. Am Nachmittag sprang er dann wieder ins Plus, wo der den Handel auch beendete. Sein Schlussstand: 6.718,25 Punkte (+0,60 Prozent).

Der starke Kursrutsch vom Vortag blieb den heimischen Anlegern noch im Kopf. So sorgte eine spürbare Entspannung bei den Ölpreisen aufgrund der geplanten Freigabe der G7-Staaten von 100 Millionen Barrel zunächst nicht für einen Kaufrausch im Wiener Handel. Erst deutlich schwächere US-Arbeitsmarktdaten und starke Vorgaben aus Übersee gaben dem ATX neuen Schwung. Auch die Lage am Anleihemarkt beruhigte sich wieder etwas.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt machte seine Vortagesverluste noch vor dem Wochenende wieder wett.

Zwar startete der DAX nur knapp höher in den letzten Handelstag der Woche, konnte dank mehrerer positiver Nachrichten im Verlauf aber kräftig zulegen. Dabei eroberte das Barometer auch die am Vortag verlorene Marke von 25.000 Punkten wieder zurück. Schließlich verabschiedete er sich 1,17 Prozent höher bei 25.231,20 Zählern ins Wochenende.

Eine erwartungsgemäße Steigerung der Verbraucherpreise in der Eurozone hat Anleger am deutschen Aktienmarkt nicht verunsichert. Stattdessen haben deutlich sinkende Ölpreise sowie schwache US-Arbeitsmarktdaten etwas Druck vom Kessel genommen und die zuletzt aufgekommenen Zins- und Inflationssorgen in den Hintergrund rücken lassen.

Hintergrund der deutlichen Entspannung am Ölmarkt waren zunächst Spekulationen über die Freigabe strategischer Reserven, diese wurden im Tagesverlauf dann bestätigt. So geben die G7-Staaten insgesamt 100 Millionen Barrel frei.

WALL STREET

An der Wall Street ging es vor dem Wochenende aufwärts.

So eröffnete der Dow Jones bereits höher und hielt sich in der Folge weiterhin auf grünem Terrain. Letztlich stand hier ein Plus von 0,49 Prozent auf 51.177,44 Punkte an der Kurstafel.
Auch der technologielastige NASDAQ Composite zog nach einem deutlich höheren Start weiter an. Im Handelsverlauf erreichte er sogar ein neues Rekordhoch bei 27.353,68 Punkten, bevor es mit Gewinnen von 1,19 Prozent bei 27.190,86 Zählern ins Wochenende ging.

Profitiert haben die US-Börsen vor allem von stagnierenden Ölpreisen, die zeitweise sogar stark unter Druck standen, weil die G7-Staaten die Freigabe von 100 Millionen Barrel aus strategischen Reserven befürworteten.

Darüber hinaus sorgte ein schwacher US-Arbeitsmarktbericht für zusätzlichen Rückenwind. Analyst Ulrich Wortberg von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) schrieb zu dem Jobbericht: "Der Arbeitsmarktbericht enttäuscht angesichts der positiven Indikationen, die es vonseiten der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, des ADP-Reports oder des ISM-Beschäftigungsindexes gegeben hatte". Am Aktienmarkt kommt dies positiv an, weil es die Zins- und Inflationssorgen der Anleger ebenso dämpft wie die wieder niedrigeren Ölpreise.

ASIEN

Die größten Börsen in Fernost notierten am Donnerstag in Rot.

In Tokio fiel der Nikkei 225 letztlich um 0,94 Prozent auf 68.309,46 Punkte.

Der Shanghai Composite gewann am Mittwoch letztlich 0,31 Prozent auf 3.842,20 Punkte. Der Handel ruhte hier feiertagsbedingt.

Tiefer präsentierten sich die Börsen in Hongkong am Freitag, wo es für den Hang Seng letztlich um kräftige 2,6 Prozent auf 23.972,29 Punkte abwärts ging.

Die asiatischen Aktienmärkte haben am Freitag vor wichtigen US-Arbeitsmarktdaten und angesichts geopolitischer Spannungen nachgegeben. Schwankungen an den Anleihemärkten sorgten zusätzlich für Unsicherheit. Die Börse in Shanghai blieb feiertagsbedingt geschlossen.

In Japan belasteten überraschend hohe Inflationsdaten und Gewinnmitnahmen nach dem jüngsten Sechs-Wochen-Hoch die Stimmung. Die Kerninflation in Tokio stieg im September auf 2,7 Prozent und verstärkte die Erwartungen an weitere Zinserhöhungen der Bank of Japan.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: wienerborse.at, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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