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Geändert am: 04.11.2026 12:28:56

Schwere Niederlage für Trump: ATX und DAX deutlich fester -- Asiens Börsen schlussendlich uneins

AUSTRIA

Der Wiener Aktienmarkt zieht am Mittwoch kräftig an.

So eröffnete der ATX sehr freundlich und bleibt auch anschließend klar in der Gewinnzone.

Es dominieren international die Nachrichten zu den US-Zwischenwahlergebnissen das Geschehen, schreiben die Helaba-Analysten. Offensichtlich haben die Republikaner die Mehrheiten im Repräsentantenhaus und im Senat nach einem Erdrutschsieg der Demokraten verloren. Trump ließ verlauten, dass er das Ergebnis akzeptieren würde. Die Marktreaktionen fallen nach einem volatilen Frühgeschäft per saldo begrenzt aus, hieß es weiter von den Experten.

Mit einem breit angelegten Sieg der Demokraten in womöglich beiden Kammern wäre die Manövrierfähigkeit von US-Präsident Trump eingeschränkt, Die große Sorge ist, dass er dafür außenpolitisch noch erratischere Entscheidungen treffen könnte, was auch die anhaltenden Iran-Krieg erneut ins Zentrum rückt. Hier besteht die Sorge, dass die USA zusammen mit Israel einen neuen Angriff starten könnten.

Am heimischen Aktienmarkt liegt auf Unternehmensebene noch eine dünne Meldungslage vor. Erst am morgigen Donnerstag nimmt die Berichtssaison wieder an Fahrt auf.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt präsentiert sich am Mittwoch sehr freundlich.

So startete der DAX mit einem kleinen Plus von 0,09 Prozent bei 25.888,93 Punkten im vergrößert dieses im Anschluss deutlich.

Nach dem Erfolg der Demokraten bei den Zwischenwahlen in den USA hat der DAX am Mittwoch zugelegt und die Marke von 26.000 Punkten wieder übersprungen.

Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der Liechtensteiner VP Bank, sprach angesichts des Triumphs der Demokraten von einem blauen Tsunami. "Ursächlich für die Wahlpleite der Republikaner war die hohe Teuerung, aber auch der Bau von KI-Rechenzentren sorgt zunehmend für Frust in großen Teilen der Bevölkerung."

Jochen Stanzl, Analyst bei der Consorsbank, schrieb: "Der Wahlverlierer des Tages heißt Donald Trump. Die USA werden in zwei Monaten eine geteilte Regierung bekommen und das verringert das Risiko größerer politischer Veränderungen. Das war in der Vergangenheit positiv für den DAX, da die politischen Unsicherheiten, die damit verbunden sind, nachlassen."

Die Berichtssaison hält zur Wochenmitte aus dem DAX Quartalszahlen von Fresenius, Vonovia, Heidelberg Materials, BMW Continental und Scout24 bereit.

WALL STREET

An der Wall Street ging es in verschiedene Richtungen.

Der Dow Jones verlor am Dienstag 0,38 Prozent auf 51.786,15 Punkte.
Derweil hatte der NASDAQ Composite bessere Karten und gewann 0,83 Prozent auf 25.372,01 Zähler.

Vor dem Ergebnis der US-Kongresswahl dominierte weiterhin Zurückhaltung, wie es heißt. Beide Häuser des Kongresses - Repräsentantenhaus und Senat - werden derzeit von den Republikanern, der Partei des US-Präsidenten Donald Trump, dominiert. Trump hat sich bisher als eifriger Verfechter der künstlichen Intelligenz (KI) gezeigt. Doch die wachsende KI-Skepsis der Wähler, die um ihre Jobs fürchten und dem Bau von Datenzentren kritisch gegenüberstehen, könnte die Republikaner ihre Mehrheit kosten. Auch die seit dem Amtsantritt Trumps und nicht zuletzt durch den Iran-Krieg gestiegenen Lebenshaltungskosten sind ein Thema, das viele Wähler beschäftigt. Im Blick stehen daneben Zahlen und Ausblick von Apple und Palantir.

ASIEN

Asiens Börsen schlugen am Mittwoch unterschiedliche Richtungen ein.

In Tokio schloss der Nikkei 225 mit einem Verlust von 1,42 Prozent bei 62.188,63 Punkten.

Auf dem chinesischen Festland kletterte der Shanghai Composite bis Handelsende um 2,16 Prozent auf 3.686,17 Zähler.

Der Hang Seng in Hongkong legte um 1,67 Prozent auf 23.919,50 Einheiten zu.

Hauptthema war die Zwischenwahl in den USA. Dort zeichnet sich ein klarer erdrutschartiger Sieg der Demokraten ab, womit sie sowohl im Repräsentantenhaus wie auch im Senat die Mehrheit erringen könnten. Das würde Präsident Trump das Regieren zumindest erschweren. Politische Beobachter wiesen aber schon vor der Wahl darauf hin, dass Trump vielfach einfach mit Dekreten agiert und so den Kongress praktisch umgeht.

Unter Druck standen Aktien mit KI-Fantasie. Im Handel ging die Befürchtung um, dass die Demokraten die US-Technologiebranche stärker regulieren und insbesondere die großen KI-Unternehmen stärker kontrollieren könnten. Unter anderem könnte der Bau neuer Rechenzentren stärker auf Umweltbelastungen, Stromverbrauch und Auswirkungen auf die Bevölkerung geprüft und dadurch verzögert werden. Das könne unter dem Strich KI-Investitionen verteuern und die Wachstumsaussichten belasten. Allerdings wäre eine umfassende neue KI-Gesetzgebung keineswegs sicher, hieß es auch. Denn Trump könne mögliche Gesetze unter demokratischer Mehrheit mit seinem Veto blockieren.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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04.11.26 ABHOTEL CO. LTD. Registered Shs / Quartalszahlen
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