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Geändert am: 13.10.2026 22:09:20

Sorge um Chipbranche: ATX schlussendlich im Plus -- DAX kann Tagesgewinne nicht verteidigen -- US-Börsen in Rot -- Asiens Börsen letztlich uneins

AUSTRIA

Der Wiener Aktienmarkt verzeichnete am Dienstag Zuwächse.

Der ATX konnte nach einer negativen Eröffnung im weiteren Handelsverlauf ins Plus drehen und 0,27 Prozent höher bei 6.627,90 Punkten schließen.

Spekulationen über ein Ende der rasanten Preissteigerungen bei Speicherchips haben am Dienstag einen Ausverkauf bei Halbleiterwerten ausgelöst. Auslöser der aktuellen Verkäufe waren Börsianern zufolge Medienberichte, nach denen der chinesische Halbleiterkonzern CXMT eine neue Generation von Speicherchips für Rechenzentren auf den Markt bringen will. Wien als technologiearme Börse blieb davon weitgehend unberührt.

Für Auftrieb sorgten zudem sinkende Ölpreise.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich am Dienstag zurückhaltend.

Der DAX gab seine frühen Gewinne im weiteren Handelsverlauf wieder ab und ging schlussendlich mit einem kleinen Minus von 0,07 Prozent auf 25.259,90 Punkten in den Feierabend.

Rückläufigen Ölpreisen und Anleiherenditen zum Trotz wurden Anleger vorsichtiger, denn der Druck auf die weltweite Technologiebranche wird sich in den USA wohl einen weiteren Tag fortsetzen. Darauf deutet die bisherige Marktentwicklung hin.

"Anleger suchen derzeit ihre Balance zwischen geopolitischen Risiken, der Sorge vor zu hohen Erwartungen an die KI-Branche und dem anstehenden Zahlenreigen an der Wall Street", sagte Marktanalyst Timo Emden vom Broker CapTrader. "Der deutsche Leitindex bleibt in einem Spannungsfeld aus Vorsicht und Optimismus gefangen."

Berichte über die Entwicklung leistungsfähiger KI-Chips durch das chinesische Unternehmen CXMT hätten massive Gewinnmitnahmen bei Halbleiteraktien in Südkorea und anderen asiatischen Märkten ausgelöst, sagte Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets. "Die technologische Konkurrenz aus dem Reich der Mitte nährt die Sorge, wie lange sich die hohen Bewertungen und Gewinnmargen der etablierten Chipkonzerne noch rechtfertigen lassen." Außerdem habe Broadcom-Chef Hock Tan vor zu hohen Erwartungen an KI und vor Finanzierungsproblemen beim Ausbau gewarnt, hieß es seitens der Marktexperten der Dekabank zum Ausverkauf in der Halbleiterbranche.

WALL STREET

Die wichtigsten US-Börsenbarometer zeigten sich am Dienstag mit negativer Tendenz.

Der Dow Jones legte zum Start zu, fiel dann jedoch auf rotes Terrain zurück und beendete den Handel 0,35 Prozent tiefer bei 51.670,99 Punkte.
Für den NASDAQ Composite ging es bereits zum Start runter. Letztlich gab er 0,15 Prozent auf 27.204,38 Zähler nach.

Am Tag der großen US-Banken ragte Goldman Sachs heraus. Das Investmenthaus hat im vergangenen Quartal im Aktienhandel deutlich besser abgeschnitten als erwartet.

Die nachgebenden Ölpreise konnten nicht stützen, nachdem diese an den drei Tagen zuvor gestiegen waren. Russland habe mitgeteilt, dass seine Diesel-Exporte die im Rahmen eines Lieferabkommens mit den USA angekündigten Mengen übersteigen könnten.

Anleger in der Tech-Welt sorgen sich um Konkurrenz aus China. Einem Zeitungsbericht zufolge macht Chinas Speicherchip-Hersteller CXMT große technologische Fortschritte. Das lastete bereits in Asien und Europa auf der Chip-Branche und drückte auch an der NASDAQ auf die Stimmung.

ASIEN

An den größten Börsen in Asien ging es am Dienstag in unterschiedliche Richtungen.

Nach der Feiertagspause zeigte sich der Nikkei 225 am zweiten Handelstag der Woche 1,82 Prozent schwächer bei 67.777,52 Punkten.

Auf dem chinesischen Festland stieg am Montag der Shanghai Composite 0,1 Prozent auf 3.800,87 Punkte.

In Hongkong kletterte unterdessen der Hang Seng 0,3 Prozent auf 24.345,22 Punkte.

Teilweise kräftig abwärts ging es am Dienstag an den asiatischen Aktienmärkten. Die anhaltenden geopolitischen Spannungen, anstehende US-Inflationsdaten und der Beginn der Berichtssaison in den USA drückten auf das Sentiment, hieß es. Unter Abgabedruck standen dabei vor allem die Technologiewerte, die den negativen Vorgaben der Wall Street folgten. Dort hatten vor allem Chip-Werte nachgegeben mit Aussagen von Broadcom-CEO Hock Tan.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: wienerborse.at, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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