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Midterms im Blick 04.11.2026 21:37:00

Eurokurs im Aufwind: Schwächerer Dollar nach den Midterms

Eurokurs im Aufwind: Schwächerer Dollar nach den Midterms

Der Euro hat am Mittwoch wie einige andere Währungen von der Schwäche des US-Dollars nach der Niederlage der Republikaner bei den Kongress-Zwischenwahlen profitiert. Im New Yorker Handel kostete die Gemeinschaftswährung zuletzt 1,1228 Dollar, womit sie aber klar hinter ihrem Tageshoch zurückblieb. Gleichwohl ging die Erholung vom tiefsten Stand seit Mai 2025 weiter, den der Euro am vergangenen Donnerstag erreicht hatte.

US-Wahlergebnis belastet den Dollar

Die Entwicklung der Devisenkurse zeige, dass der Markt vom Wahlergebnis in den USA überrascht worden sei, sagte Devisenexperte Volkmar Baur von der Commerzbank. Er rechnet kurzfristig mit weiteren Kursverlusten beim Dollar.

In einer deutlichen Abrechnung mit der Politik von Präsident Donald Trump übertrugen die US-Wähler den Demokraten die volle Kontrolle über den Kongress. Trumps Republikaner haben ihre Mehrheit nicht nur im Abgeordnetenhaus, sondern auch im Senat verloren - was noch vor wenigen Monaten als kaum wahrscheinlich galt.

KI-Investitionen könnten an Schwung verlieren

Dies könnte hohe Investitionen in die Künstliche Intelligenz (KI) und den Bau von Rechenzentren ausbremsen, sagte Experte Baur. Der KI-Boom gilt als ein wesentlicher Treiber der US-Wirtschaft in den vergangenen Monaten, was auch den Dollar stützte. "Längerfristig dürfte es wirtschaftlich gesehen entscheidend werden, was die niedrigeren Investitionen für das Wachstum in den USA bedeuten", sagte Baur.

Inflation in der Eurozone steigt auf 4,0 Prozent

Zudem wurde der Euro durch Inflationsdaten aus der Eurozone gestützt. Im Oktober ist die Teuerung wie schon erwartet auf 4,0 Prozent gestiegen und damit auf den höchsten Stand seit über drei Jahren. Die Inflation stieg damit weiter über das Ziel der EZB von mittelfristig zwei Prozent und setzt die Notenbank unter Druck, die Zinsen zu erhöhen.

NEW YORK (dpa-AFX)

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