Goldminen: Günstig wie selten

von Emmeran Eder, Euro am Sonntag

Der Kursrutsch an den internationalen Aktienbörsen hat den Goldpreis klettern lassen. Anleger suchten wie häufig in solchen Situationen einen sicheren Hafen. Auch Goldminen-Aktien profitierten davon und zogen an - bisher allerdings nur in Maßen. Vor allem, wenn bedacht wird, dass der wichtigste Goldminen- Aktienindex, der NYSE Arca Gold Bugs, Mitte September auf 134 Punkte gefallen war, den tiefsten Stand seit zweieinhalb Jahren. Anfang 2018 hatte er noch bei fast 210 Punkten gestanden. Inzwischen hat er bei 156 Zählern etwas aufgeholt, ist aber noch weit vom Januar-­Niveau entfernt.

Risiken für die Konjunktur

Die Unsicherheit an den Märkten dürfte noch längere Zeit anhalten. Die Brexit-Abstimmung wurde verschoben. Es ist mehr als ungewiss, ob es der britischen Premierministerin Theresa May gelingen wird, mit der EU noch ein besseres Austrittsabkommen auszuhandeln. Es droht sogar ein ungeregelter Brexit, der Europas Wirtschaft eventuell in Turbulenzen stürzen könnte. Hinzu kommt der permanent schwellende Handelsstreit zwischen den USA und China, der die Börsen und die globale Konjunktur belastet. Das Weltwirtschaftswachstum wird sich wohl 2019 deutlich abschwächen - ein weiterer Unsicherheitsfaktor. Wegen dieser Gemengelage sind Anleger auf der Suche nach stabilen Anlagen wie Gold, das stets als Krisenmetall gilt.

Goldminentitel reagieren oft wie ein Hebelpapier auf Gold. "Die Daumenregel besagt, dass Minenwerte zum Goldpreis einen Faktor von drei nach oben, aber auch nach unten haben", sagt Ro­nald-Peter Stöferle, Edelmetall-Analyst beim Vermögensverwalter Incrementum. In den vergangenen Jahren ging es meist nach unten. Der Arca-Gold-Bugs-Index hat sich viel schlechter entwickelt als der Goldpreis - was diverse Gründe hat: Steigende Löhne, ein höherer Ölpreis und der fallende Goldpreis drückten auf die Margen der Firmen.

Daher sind die Kurse der Minentitel nun so tief, dass das Kurs-Buchwert-Verhältnis des Arca-Gold-Bugs-Index nur knapp über eins liegt. Dass ein ganzer Sektor eine so niedrige Bewertung aufweist, ist historisch selten zu beobachten. Die Firmen, die den Konsolidierungsprozess der letzten Jahre überlebt haben, sind jetzt schlank aufgestellt.



Klettert der Goldpreis weiter, dürften die Konzerngewinne stark zulegen und damit die Kurse der Minenaktien. Das eröffnet mutigen Anlegern, die bereit sind, in diesen volatilen Sektor zu investieren, gute Chancen. Sie können mit einem Comstage-ETF auf den Arca-Gold-Bugs-Index (ISIN: LU 048 831 770 1) setzen, der 20 der Top-Goldförderer der Welt enthält. Dazu zählen Barrick Gold, Newmont Mining und Goldcorp mit insgesamt 42 Prozent Indexanteil.


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Bildquelle: Juri / Shutterstock.com,Joe Belanger / Shutterstock.com,Yanacocha

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