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BASF für 0 Euro bei ZERO ordern (zzgl. Spreads)

WKN: 936785 / ISIN: US0552625057

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Verschuldung reduziert 29.07.2026 17:52:00

BASF kündigt Aktienrückkäufe an und bestätigt stärkere Geschäftsentwicklung - Aktie fester

BASF kündigt Aktienrückkäufe an und bestätigt stärkere Geschäftsentwicklung - Aktie fester

Der Chemiekonzern BASF hat am Mittwoch ein neues Aktienrückkaufprogramm angekündigt. Es ist Teil der bereits im September 2024 vorgestellten Programme mit einem Gesamtvolumen von 4 Milliarden Euro. Mit ihnen flankiert das Unternehmen die bis 2028 reduzierten Dividenden.

Bis Juni hat BASF bereits eigene Aktien im Wert von rund 1,5 Milliarden Euro zurückgekauft. Das neue Programm soll im August starten und bis Ende April nächsten Jahres laufen.

Zudem kündigte BASF einen deutlichen Abbau der Nettoverschuldung an. Dafür will der Konzern die Fälligkeiten ausstehender Anleihen nutzen. Im laufenden dritten Quartal sollen Anleihen und Darlehen im Volumen von 1,6 Milliarden Euro zurückgezahlt werden.

BASF beschleunigt Stellenabbau in Ludwigshafen

BASF treibt die Verbesserung seiner Wettbewerbsfähigkeit am größten Verbundstandort Ludwigshafen weiter voran. Im Mai sank die Zahl der Vollzeitstellen dort erstmals seit 1954 auf unter 30.000. "Wir haben das Tempo noch einmal erhöht, um unsere Organisation schlanker und effizienter aufzustellen", sagte Vorstandschef Markus Kamieth.

Im ersten Halbjahr wurden mehr Stellen abgebaut als in den beiden Vorjahren zusammen. Weltweit verringerte sich die Mitarbeiterzahl seit Januar 2024 um rund 7.000. Verkäufe von Unternehmensteilen sowie der Personalaufbau am neuen Verbundstandort im chinesischen Zhanjiang sind dabei allerdings nicht berücksichtigt.

Auch bei der Anlagenrestrukturierung sieht sich BASF in Ludwigshafen auf Kurs. Der Anteil hoch wettbewerbsfähiger Produktionseinheiten am Standort stieg nach Unternehmensangaben von 78 auf 88 Prozent.

Prognose angehoben - Quartal über Erwartungen

BASF hatte bereits zur Monatsmitte vorläufige Kennzahlen für das zweite Quartal veröffentlicht und dabei trotz eines erwarteten höheren Ölpreisniveaus sowie einer voraussichtlich schwächeren globalen Chemieproduktion die Ergebniserwartungen für 2026 angehoben. Das Unternehmen profitierte zuletzt von einer höheren Anlagenauslastung infolge von Lieferunterbrechungen im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt.

Gleichzeitig verwies BASF auf die Unsicherheit für die Weltwirtschaft. Der weitere Konjunkturverlauf hänge wesentlich vom Ausgang der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran ab. Eine anhaltende Schließung der Straße von Hormus würde die Weltwirtschaft deutlich belasten, während eine schnelle und verlässliche Einigung für Rückenwind sorgen könnte.

Im zweiten Quartal übertraf BASF insgesamt die Markterwartungen. Das operative Ergebnis in den Segmenten Chemie und Surface Technologies blieb jedoch jeweils hinter den Konsensschätzungen zurück.

BASF reduziert Beteiligung an Harbour Energy auf unter 25 Prozent

BASF hat seine Finanzbeteiligung am britischen Öl- und Gaskonzern Harbour Energy seit März von mehr als 41 auf unter 25 Prozent reduziert. BASF-Vorstandschef Markus Kamieth sagte bei einer Analystenkonferenz zu den Halbjahreszahlen, bei zwei größeren Transaktionen sowie einer Reihe kleinerer Aktienverkäufe am Markt seien mehr als 800 Millionen Euro erlöst worden.

Die Restbeteiligung habe noch einen Wert von rund 1 Milliarde Euro, sagte Kamieth und bestätigte das Ziel, auch diese Aktien "unter Berücksichtigung der Wertentwicklung" verkaufen zu wollen.

BASF hatte die Beteiligung an Harbour Energy 2024 erworben. Damals übernahm das britische Unternehmen in einem 11-Milliarden-Dollar-Deal die Upstream-Aktivitäten des Öl- und Gasproduzenten Wintershall Dea, die BASF ursprünglich bei einem IPO an der Börse platzieren wollte, was jedoch an den seinerzeit herrschenden Marktbedingungen scheiterte.

So reagiert die BASF-Aktie

Die Quartalsbilanz und Aktienrückkaufe von BASF sind am Mittwoch bei Investoren gut angekommen. Die Aktien stiegen via XETRA letztlich um 3,87 Prozent auf 50,86 Euro. Hinzu kommen wieder steigende Preise für Öl und Gas, die auch anderen Titeln der Chemiebranche wie Brenntag, Evonik und LANXESS indirekt zugutekommen.

Analysten sehen etliche Hersteller von Chemikalien als Profiteure steigender Öl- und Gaspreise. Gerade Unternehmen mit Produktionsstandorten in Europa profitieren schon eine Weile von Versorgungsengpässen bei der asiatischen Konkurrenz infolge des Iran-Kriegs und den Transportproblemen für Rohöl aus Nahost nach Asien.

Peter Spengler von der DZ Bank kommentierte die Nachrichten von BASF mit den Worten: "Wir sehen positive Auswirkungen auf den Investment Case". Es komme gegenwärtig zu Vorzieheffekten bei Bestellungen und beim Lageraufbau von Kunden. Grund seien logistische Schwierigkeiten infolge des Iran-Kriegs. Dieser Trend dürfte jedoch im zweiten Halbjahr wieder nachlassen. Positiv dürfte sich der angekündigte Aktienrückkauf und ein Abbau der Schulden auf seine und die Konsensschätzungen auswirken, so Spengler.

Die BASF-Aktien haben sich im Börsenjahr 2026 bislang gut geschlagen. Mit einem Aufschlag von gut 14 Prozent lassen sie den Leitindex DAX mit plus 3,6 Prozent deutlich hinter sich. Bis in den April ging es mit den Papieren der Ludwigshafener aufwärts, dann war wie schon im vergangenen Jahr bei 55 Euro kein Weiterkommen mehr. Nach kräftigen Kursverlusten im Mai und Juni ging es zuletzt wieder aufwärts.

Mit Blick nach vorn stehe bei BASF die Ausgliederung der nicht zum Kerngeschäft zählenden Aktivitäten im Fokus, ergänzte Spengler. Abspaltungen und Verkäufe ermöglichten dem Unternehmen das Heben zusätzlicher Werte und einen Abbau der Schulden. Daneben schauten die Marktteilnehmer auf das Hochfahren des zweiten Verbundstandortes in China.

DOW JONES

/ (dpa-AFX)

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Bildquelle: BASF SE

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