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Extremes Abwärtsrisiko 21.04.2020 22:55:00

Goldman-Analyst warnt trotz Chancen vor großem Abwärtspotential

Goldman-Analyst warnt trotz Chancen vor großem Abwärtspotential

• Experte warnt vor Euphorie
• Bullenmarkt gerät aus dem Ruder
• Geringe Chancen und hohe Risiken am Aktienmarkt

Viele Analysten und Wall Street-Experten teilten den Investoren in den vergangenen Wochen mit, dass der durch den Corona-Crash verursachte Einbruch am Aktienmarkt nun eine wunderbare Kaufgelegenheit darstellt. So blickt auch Larry Fink, der CEO von BlackRock, dem größten Vermögenverwalter der Welt, gegenwärtig sehr zuversichtlich in die Zukunft: "Die Welt wird diese Krise überstehen. Die Wirtschaft wird sich erholen. Und jenen Anlegern, die ihre Augen nicht auf den wackeligen Boden unter unseren Füßen richten, sondern auf den Horizont, bieten sich an den Märkten jetzt enorme Chancen", so Fink in einem Brief an die Investoren seines Unternehmens.

Keine klaren Signale für einen Bullenmarkt

Im Gegensatz zu Larry Fink ist der Chef-Aktienstratege der US-Investmentbank Goldman Sachs, David Kostin, derzeit weniger optimistisch, was die Chancen am Aktienmarkt angeht. So erklärte der Investmentprofi gegenüber CNBC, dass die jüngste Begeisterung für Aktien keinesfalls ein klares Signal für einen weiteren Bullenmarkt darstellt.

Chanen und Risiken sind derzeit nicht ausgewogen

"Es gibt eine gewisse Asymmetrie in Bezug auf das Abwärtsrisiko in Richtung eines Niveaus von rund 2.000 Punkten im S&P 500, was einem Rückgang von fast 25 Prozent gleichkommt, und einem Aufwärtstrend von rund 10 Prozent, was einem Ziel zum Jahresende von 3.000 Punkten entspricht", so Kostin im Telefoninterview mit dem Nachrichtensender.

"Das Risiko nach unten ist größer als die Chance nach oben ab diesem Punkt, an dem wir heute stehen", so der Goldman-Analyst weiter.

Goldman-Experte erinnert an die Finanzkrise…

Kleine Hoffnungsschimmer, dass sich die Pandemie und die Ausbreitung der Infektionen bald abschwächen könnten, haben in den zurückliegenden Tagen dazu geführt, dass viele Investoren zurück in den Markt gekommen sind. Laut Kostin sollte man die kurzfristigen sowie die langfristigen Auswirkungen der Virus-Krise nun jedoch keinesfalls unterschätzen. Der Analyst erinnert dabei an die sehr volatile Marktphase während der Finanzkrise im Jahr 2008 und 2009. Denn innerhalb dieser Phase bewegte sich der Gesamtmarkt mehrere Monate lange auf und ab, bis er schließlich am 9. März 2009 seinen absoluten Tiefpunkt erreicht hatte.

"Ich möchte sie nur daran erinnern, dass es 2008 im vierten Quartal viele verschiedene Rallys gab, aber der Markt hat erst im März 2009 seinen Tiefpunkt erreicht", so Kostin gegenüber CNBC.

…und prophezeite früh das Ende des Bullenmarktes

Schon Anfang März hatten Kostin und sein Analysten-Team bei Goldman Sachs vorhergesagt, dass der längste Bullenmarkt in der US-Geschichte aus dem Ruder laufen werde, da die globale Virus-Krise die Unternehmensgewinne und die Gesamtwirtschaft erheblich in Mitleidenschaft ziehen würden. "Nach 11 Jahren, einem annualisierten Gewinnwachstum von 13 Prozent und einer annualisierten Aufwärtsbewegung von 16 Prozent bis zum Höchststand glauben wir, dass der S&P 500-Bullenmarkt bald enden wird", so Kostin in einer Anfang März veröffentlichten Mitteilung.

Diese Einschätzung untermauerte der Investmentbanker nun erneut und sagte, dass die Aktienrückkaufaktivitäten, welche mitverantwortlich für die stetigen Kurssteigerungen der vergangenen Monate und Jahre waren, unter den S&P 500 Unternehmen im Jahr 2020 um 50 Prozent auf rund 371 Milliarden US-Dollar sinken werden.

Erste Verkaufswelle wurde schon absorbiert

Ob die großen US-Indizes ihre absoluten Tiefpunkte schon hinter sich haben oder noch weiter Verkaufswellen folgen, lässt sich aktuell nur schwer vorhersagen. Mit einem Punktestand von zeitweise 23.500 notiert der Dow Jones jedenfalls schon wieder fast 30 Prozent über seinem Tiefpunkt vom 24. März bei 18.213 Punkten. In Folge des Corona-Crashs stürzte der Index zwischen dem 13. Februar und dem 24. März von 29.568 auf 18.213 Punkte ab und genierte so einen relativen Verlust von fast 40 Prozent.

Pierre Bonnet / Redaktion finanzen.at

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