Unter Druck 29.05.2024 18:01:00

NEL ASA-Aktie sackt ab: Gewinnmitnahmen belasten

NEL ASA-Aktie sackt ab: Gewinnmitnahmen belasten

• Rally vorbei? NEL ASA ohne Meldung deutlich im Minus
• Großaufträge trieben NEL ASA-Aktie im Mai an
• Unternehmenslage scheint sich etwas zu bessern

Die Aktionäre des norwegischen Wasserstoffunternehmens NEL ASA sind einiges an Volatilität gewöhnt. Auch am Mittwoch zeigen sich starke Kursschwankungen - doch während es in den vergangenen Handelstagen fast immer steil bergauf ging, gibt es nun Futter für die Short-Seller.

So tief sinkt die NEL ASA-Aktie

An der Euronext in Oslo sanken die NEL ASA-Anteilsscheine schlussendlich um satte 7,32 Prozent auf 7,876 Norwegische Kronen. Nennenswerte Meldungen liegen zur Wochenmitte allerdings nicht vor, es scheint sich somit um Gewinnmitnahmen nach der fulminanten Mai-Rally zu handeln. In den vergangenen vier Wochen stieg die NEL ASA-Aktie nämlich um deutliche 50,19 Prozent an. Aufgrund des sehr schwachen Jahresstarts liegen die Papiere seit Anfang Januar aber dennoch nur 12,49 Prozent im Plus.

Großaufträge stärken Hoffnung auf Wachstum

Es waren allen voran einige Großaufträge, die bei den zuvor arg gebeutelten Papieren von NEL ASA seit Anfang Mai für ein beachtliches Comeback sorgten. Besonders erfreut aufgenommen wurde eine Exklusivlizenzvereinbarung zwischen NEL ASA und dem indischen Konzern Reliance Industries Limited (RIL). Reliance - Indiens größtes Privatunternehmen - werde dadurch die Möglichkeit erhalten, die alkalischen Elektrolyseure von NEL ASA in Indien zu produzieren und weltweit für den Eigenbedarf zu nutzen. Der CEO von NEL ASA, Håkon Volldal, feierte den Deal als einen "großen Meilenstein in der Geschichte von NEL". Ähnlich positiv hatten Anleger zuvor auf einen Großauftrag von Hy Stor Energy reagiert, hat Hy Stor bei dem Wasserstoffkonzern doch mehr als ein Gigawatt an Kapazitäten von alkalischen Elektrolyseuren reserviert.

Überraschend gute Gewinnentwicklung

Auch die jüngsten Quartalszahlen von NEL ASA zeigten zumindest in Bezug auf die Gewinnentwicklung ein positives Bild. So verbuchte das Wasserstoffunternehmen einen leichten Gewinn von 0,01 NOK je Aktie und überraschte damit die Analysten, die mit einem Verlust von 0,079 NOK je Aktie gerechnet hatten. Ebenfalls wurde das Ergebnis des Vorjahreszeitraums (minus 0,12 NOK je Aktie) deutlich übertroffen. Die Höhe der Erträge enttäuschte hingegen. Hier wurden die Analystenschätzungen von 521 Millionen NOK bei einem tatsächlichen Wert von 341 Millionen NOK doch markant verfehlt.

Redaktion finanzen.at

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