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Cybersicherheit 21.03.2022 18:07:00

S&T-Aktie im Bullenmodus: S&T blickt trotz Russland-Einbußen mit Zuversicht auf 2022

S&T-Aktie im Bullenmodus: S&T blickt trotz Russland-Einbußen mit Zuversicht auf 2022

Die russischen Konzerntöchter machten etwa fünf Prozent der Umsätze und Vermögenswerte von S&T aus, teilte die Gesellschaft bei der Vorlage der Jahresbilanz am Montag in Linz mit. S&T will den Rückgang teilweise durch zusätzliche Aufträge rund um Cybersicherheit und Rüstung ausgleichen und hebt die Jahresprognose sogar leicht an. Unterdessen will die deutsche Firma Grosso Tec mehr als acht Prozent der S&T-Aktien kaufen. An dem Unternehmen aus Landshut ist S&T-Chef Hannes Niederhauser selbst beteiligt.

So sieht Vorstandschef Niederhauser das Unternehmen dank eines dicken Auftragsbuchs gut für das laufende Jahr gerüstet. Ende vergangenen Jahres saß S&T den Angaben zufolge auf Bestellungen im Gesamtwert von mehr als 1,3 Milliarden Euro, 44 Prozent mehr als Ende 2020. Anfang des neuen Jahres kamen noch drei Großaufträge im Gesamtwert von 200 Millionen Euro hinzu.

Niederhauser rechnet für 2022 jetzt mit einem Umsatzanstieg auf "zumindest" 1,5 Milliarden Euro - etwas mehr als die im Januar genannten "rund" 1,5 Milliarden. Weiterhin sollen in diesem Jahr rund 10 Prozent des Umsatzes als operativer Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) bei S&T hängen bleiben. Diesen Wert hätte die operative Marge eigentlich auch im vergangenen Jahr erreichen sollen. Letztlich blieb sie mit 9,4 Prozent jedoch darunter und fiel zudem einen Prozentpunkt niedriger aus als im ersten Corona-Jahr 2020.

Das lag auch an weltweiten Engpässen bei der Versorgung mit Computerchips. "2021 war ein schwieriges Jahr, aber wir haben Herausforderungen wie die anhaltende Corona-Pandemie, als auch die Chipkrise gut gemeistert", sagte Niederhauser. So verschoben sich bei S&T wegen der Chipkrise Auslieferungen im Wert von rund 77 Millionen Euro ins neue Jahr.

Jetzt werden die Weichen bei dem Unternehmen laut Niederhauser neu gestellt. Mit dem Verkauf seiner IT-Dienstleistungssparte will S&T sein Know-how im Bereich des Internets der Dinge (IoT) bündeln. So will die Gesellschaft wegfallende IT-Umsätze mit dem Ausbau ihrer IoT-Technologien ersetzen.

Im abgelaufenen Jahr steigerte S&T seinen Umsatz um sieben Prozent auf gut 1,3 Milliarden Euro. Der operative Gewinn ging wegen verzögerten Auslieferungen und Preiserhöhungen durch die globale Chipkrise um drei Prozent auf rund 126 Millionen Euro zurück. Der Überschuss sank um 13 Prozent auf rund 48 Millionen Euro. Dennoch soll die Dividende von 30 auf 35 Cent je Anteil steigen.

Erst vergangene Woche hatte sich S&T nach einer Sonderuntersuchung des Wirtschaftsprüfers Deloitte von den Vorwürfen des Finanzinvestors Viceroy fast vollständig entlastet gezeigt. Damit war der Weg für die Veröffentlichung des Jahresabschlusses 2021 frei geworden. Branchenexperte Martin Comtesse vom Investmenthaus Jefferies hält es nach der Entkräftung der Vorwürfe für angebracht, die S&T-Aktie wieder anders in den Blick zu nehmen. Er schreibt dem Papier ein Kursziel von 32 Euro zu - fast doppelt so hoch wie der derzeitige Kurs.

S&T springen hoch - Guter Ausblick und Einstieg von Grosso Tec

Der IT-Dienstleister S&T hat die Anleger am Montag mit einem zuversichtlichen Ausblick überzeugt. Richtig Schwung für die Aktien brachte aber die Nachricht, dass die deutsche Firma Grosso Tec mehr als acht Prozent der S&T-Aktien kaufen will. An dem Unternehmen aus Landshut ist S&T-Chef Hannes Niederhauser selbst beteiligt.

Die schon zuletzt erholte Aktie sprang bis auf 16,75 Euro nach oben, womit sie den höchsten Stand seit rund sechs Wochen erreichte. Zuletzt behauptete sie im XETRA-Handel ein Plus von 7,36 Prozent auf 15,60 Euro - das reichte immer noch für den Spitzenplatz im kaum veränderten SDAX. Seit Jahresbeginn gehört S&T mit einem Kursanstieg um gut achteinhalb Prozent zu den stärkeren Titeln im Nebenwerte-Index, der in diesem Zeitraum knapp elf Prozent verloren hat.

S&T blickt trotz absehbarer Folgen des Ukraine-Krieges für sein Russland-Geschäft teils sogar etwas optimistischer als bisher auf das laufende Jahr. Das Unternehmen will den Rückgang teilweise durch zusätzliche Aufträge rund um Cybersicherheit und Rüstung ausgleichen und rechnet nun mit einem Konzernumsatz von "zumindest" und nicht mehr "rund" 1,5 Milliarden Euro. Dafür sei der Rekord-Auftragsbestand eine gute Basis, erklärte Martin Comtesse vom Analysehaus Jefferies. Sein Kollege Malte Schaumann vom Analysehaus Warburg Research wertete den Ausblick ebenfalls positiv.

Die fristgerechte Veröffentlichung der endgültigen Zahlen für 2021 fungiert laut Tim Wunderlich von der Privatbank Hauck Aufhäuser Lampe auch als Kursstütze. Denn zuletzt habe es Sorgen gegeben, dass die widerlegten Anschuldigungen eines Leerverkäufers Viceroy zu einer verspäteten Veröffentlichung führen könnten. In der vergangenen Woche hatten die Österreicher mitgeteilt, sich nach einer Sonderuntersuchung des Wirtschaftsprüfers Deloitte von den Vorwürfen des Finanzinvestors fast vollständig entlastet zu sehen.

Nach der Entkräftung der Vorwürfe sei es nun angebracht, die Aktie wieder anders ins Blickfeld zu nehmen, ergänzte Comtesse. Zudem sei das Unternehmen wohl gut ins Jahr 2022 gestartet. Comtesse schreibt dem Papier ein Kursziel von 32 Euro zu - fast doppelt so hoch wie der derzeitige Kurs. Damit traut er der Aktie einen deutlich höheren Kurs zu, als sie vor den Viceroy-Vorwürfen im Dezember mit rund 19 Euro hatte.

Als entscheidenden Kurstreiber für die Aktie im weiteren Jahresverlauf sieht Wunderlich den geplanten Verkauf der IT-Dienstleistungssparte. Damit will S&T sein Know-how im Bereich des Internet der Dinge (IoT) bündeln und wegfallende IT-Umsätze mit dem Ausbau ihrer IoT-Technologien ersetzen. Da ein Teil des zum Verkauf stehenden Bereichs in Osteuropa liege, müsse S&T beim Preis aber wohl kleinere Abstriche an seinen ursprünglichen Vorstellungen machen, glauben die Experten des Analysehaus Pareto Securities.

/stw/stk

LINZ (dpa-AFX)

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Bildquelle: S&T AG

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