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Unglaubliche Summen 06.09.2021 23:37:00

So viel zahlt Google, um auf Apple-Geräten präsent zu bleiben

So viel zahlt Google, um auf Apple-Geräten präsent zu bleiben

• Analysten: Google-Positionierung in Safari-Browser soll 15 Milliarden US-Dollar kosten
• Kosten könnten bis auf 20 Milliarden US-Dollar steigen
• Hohe Zahlungen bergen Risiken


Seit Jahren lässt es sich die Alphabet-Tochter Google viel Geld kosten, dass die eigene Suchmaschine in Apples Safari-Browser als Standard-Suche integriert wird. Um die Gefahr einer Ablösung durch Microsofts Suchmaschine Bing zu verhindern, soll die Summe, die Google an Apple zahlt, in diesem Jahr nochmals deutlich steigen.

15 Milliarden für Standard-Positionierung?

Zuletzt hatte es sich Google Presseschätzungen zufolge rund 10 Milliarden US-Dollar kosten lassen, dass Apple-User, die im Safari-Browser eine Internetsuche ausführen, Suchergebnisse der Google-Suchmaschine präsentiert bekommen. Um sicherzustellen, dass dies auch künftig so bleibt, soll der US-Riese in diesem Jahr sogar noch 5 Milliarden US-Dollar drauflegen, glauben Analysten.

Einer Untersuchung von Bernstein Research zufolge soll Google 2021 satte 15 Milliarden US-Dollar zahlen, um weiterhin als Standard-Suchmaschine auf Apple-Geräten präsent zu sein. In einer Mitteilung an Investoren, über die Ped30 berichtet, machten die Experten ihre Schätzungen öffentlich. Doch die 15 Milliarden US-Dollar sollen den Analysten zufolge noch nicht das Ende der Fahnenstange sein. Demnach rechnet Bernstein Research damit, dass die Zahlungen an Apple künftig weiter steigen werden: Google habe für 2022 zwischen 18 und 20 Milliarden US-Dollar Budget für derartige Ausgaben vorgesehen.
Dabei berufen sich die Experten auf Apples Angaben gegenüber der US-Börsenaufsicht SEC und Untersuchungen der Traffic Acquisition Costs (TAC) von Google.

Microsoft auf Abstand halten

Mit der Bereitschaft, derart hohe Summen auf den Tisch zu legen, um Google als Standard-Suchmaschine auf Apple-Geräten zu erhalten, will der US-Technologieriese offenbar den Hauptkonkurrenten Microsoft auf Abstand halten. Google wolle "sicherstellen, dass Microsoft sie nicht überbietet", so Toni Sacconaghi, Analyst bei Bernstein Research.

Hohe Summen bergen Risiken

Doch die Milliardenzahlungen könnten unter Umständen die US-Wettbewerbsaufsicht auf den Plan rufen, so die Bernstein Research-Experten. Sollte die Behörde in den massiven Ausgaben für Googles Top-Positionierungen einen unfairen Wettbewerb wittern und die Praxis regulieren, drohe Apple ein Umsatzminus zwischen vier und fünf Prozent.

Auch Google selbst könne angesichts der massiv steigenden Ausgaben in diesem Bereich die Reißleine ziehen und nach alternativen Möglichkeiten Ausschau halten, die Konkurrenz auf Abstand zu halten, warnen die Experten weiter.

Redaktion finanzen.at

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