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03.03.2026 06:49:38

Das Cabrio wird zum Auslaufmodell

FLENSBURG (dpa-AFX) - In Deutschland werden immer weniger Cabrios verkauft. 2025 waren es nur noch 33.924, wie aus Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes hervorgeht. Das sind 17 Prozent weniger als 2024 - und schon die damalige Zahl war ein langjähriger Tiefpunkt. Aktuell ist damit nur noch jeder 84. in Deutschland verkaufte Neuwagen ein Cabrio.

Blickt man etwas weiter zurück, wird der Verfall der Cabrio-Begeisterung noch deutlicher: Im letzten Jahrzehnt wurden stets mehr als doppelt so viele Fahrzeuge dieses Typs zugelassen, 2009 waren es mit 102.938 sogar dreimal so viele.

Wandel im Lebensgefühl und Konkurrenz durch SUVs

Hinter dem Rückgang dürfte einerseits ein Wandel im Lebensgefühl stehen. Zudem wird das Thema Freiheit, von dem der Cabrio-Markt profitierte inzwischen ein Stück weit durch SUVs besetzt, die in den vergangenen Jahren ihren Marktanteil massiv ausgebaut haben.

Parallel ist auch das Angebot massiv zurückgegangen. Viele Marken bieten gar keine Cabrios mehr an, andere nur noch ein oder zwei Modelle. Meistverkauftes Cabrio in Deutschland war 2025 der T-Roc von VW (Volkswagen (VW) vz) mit 8.179 Fahrzeugen.

Das reichte, um die Wolfsburger quasi im Alleingang auch auf Markenebene zur Nummer eins im deutschen Cabrio-Markt zu machen. Auf Platz zwei liegt BMW mit 6.499 vor Mercedes (Mercedes-Benz Group (ex Daimler)) mit 4.951, Porsche mit 4.946 und Mini mit 4.926. Alleine diese fünf Marken machen damit aber knapp 87 Prozent der Cabrio-Verkäufe aus.

Noch fast 2,2 Millionen

Trotz des jahrelangen Rückgangs bei den Neuzulassungen gibt es auf den deutschen Straßen aber noch knapp 2,2 Millionen Cabrios. Auch deswegen, weil viele als Oldtimer liebevoll von ihren Besitzern gepflegt werden. Die Zahl stammt vom 1. Januar 2025, aktuellere Werte liegen noch nicht vor. Der Bestand schrumpft mangels Nachschub dennoch langsam aber sicher: Am 1. Januar 2024 waren es noch rund 24.000 Cabrios mehr.

Besonders häufig sind Cabrios übrigens im oberbayerischen Landkreis Starberg, wo sie 8,6 Prozent des zugelassenen Fahrzeugbestands ausmachen. Dahinter folgen der Hochtaunuskreis und Bad Dürkheim mit je 7,0 Prozent. Selbst in diesen Hochburgen sank der Anteil aber binnen Jahresfrist./ruc/DP/zb

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