BMW Aktie
WKN: 519000 / ISIN: DE0005190003
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08.07.2026 12:28:38
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Chinas Automarkt weiter schwach - Exporte steigen rasant
PEKING (dpa-AFX) - Chinas Automarkt hat im Juni erneut sinkende Absatzzahlen verbucht, während die Exporte deutlich gestiegen sind. Wie Chinas Verband für Personenkraftwagen (CPCA) mitteilte, verkauften die Hersteller im Juni 1,602 Millionen Autos in der Volksrepublik, ein Rückgang um rund 23 Prozent im Vergleich zum selben Vorjahresmonat.
Parallel zogen Chinas Auto-Exporte im Juni im Vorjahresvergleich deutlich um rund 82 Prozent an. 877.000 Fahrzeuge verkauften die Hersteller laut Verbandsangaben ins Ausland. Mehr als die Hälfte davon waren Elektroautos oder Hybridwagen, die in China als "Neue Energiefahrzeuge" (NEV) bezeichnet werden. Die NEV-Exporte allein betrachtet stiegen sogar um mehr als 150 Prozent, wie der Verband mitteilte.
Verband: "Polarisierung im Markt"
Die Entwicklung im Juni begründete der Verband unter anderem mit dem Einbruch bei Verbrennerfahrzeugen als Folge gestiegener Ölpreise. Dieser Trend beschleunige außerdem den Umstieg vieler Verbraucher von Verbrennern auf Elektroautos, hieß es weiter. Mit der Elektrifizierung und den steigenden Exporten sichert sich die Autobranche aus CPCA-Sicht derzeit ihr Wachstum.
Im NEV-Bereich zeichnet sich laut Verbandschef Cui Dongshu derzeit eine Polarisierung ab. Im Premiumsegment wachse der E-Automarkt, im Einstiegssegment preisgünstiger Modelle nehme dagegen der Druck zu.
Neuer Druck auf Gewinne
In Chinas Automarkt, einem der wichtigsten der Welt, herrschte lange ein anhaltend aggressiver Preiskampf. Mittlerweile drücken steigende Kosten von für Autos konzipierten Chips oder Preisspekulationen bei für Batterien benötigtem Lithiumcarbonat auf die Gewinne der Firmen. Hinzu kommen gesamtwirtschaftliche Auswirkungen einer Immobilienkrise, hoher Arbeitslosigkeit und einer damit verbundenen schwachen Nachfrage.
Mit Blick in die Zukunft rechnete der Verband Mitte Juni nach eigenen Angaben noch mit einem Rückgang der Verkäufe in diesem Jahr um 14 Prozent. Ab Juli prognostizieren die Experten allerdings wegen erwarteter Steuerreformen und einer sich möglicherweise bessernden Chip-Versorgung schrittweise eine positive Stimmung im Markt./jon/DP/men
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