UniCredit Aktie
WKN DE: A2DJV6 / ISIN: IT0005239360
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27.08.2026 12:58:00
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Industrie sendet deutliche Signale einer Entspannung
"Geopolitische Risiken, Lieferkettenprobleme und der hohe Kostendruck bleiben jedoch wesentliche Unsicherheitsfaktoren", betonte Bruckbauer am Donnerstag. Daher werde erst in den kommenden Monaten sichtbar werden, ob das aktuell erreichte Wachstumstempo nachhaltig aufrechterhalten werden könne.
Der Einkaufsmanagerindex der Bank stieg im August gegenüber dem Vormonat um 2,9 auf 54,4 Punkte - den höchsten Wert seit dem Frühjahr 2022 - "und liegt damit nun deutlich über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten", erklärte Bruckbauer das Ergebnis der monatlichen Umfrage.
Industriebetriebe stocken Personal auf
Erstmals seit über drei Jahren erhöhten die heimischen Industriebetriebe auch wieder ihren Personalstand. Mit etwas mehr als 618.000 Beschäftigten lag der Personalstand in den ersten acht Monaten des laufenden Jahres jedoch weiterhin um rund 6.500 Personen unter dem Vorjahreswert.
Mit durchschnittlich 4,4 Prozent im Jahresdurchschnitt 2026 werde die Arbeitslosenquote etwas höher als in den beiden Vorjahren mit jeweils 4,3 Prozent ausfallen. Dennoch bleibe die Arbeitslosenquote in der Industrie deutlich niedriger als in der Gesamtwirtschaft mit 7,4 Prozent.
"Der Beschäftigungsaufbau im August markiert eine wichtige Trendwende", strich der Bank-Austria-Ökonom Walter Pudschedl hervor. Die erstmalige Ausweitung des Personalstands seit mehr als drei Jahren deute darauf hin, dass die Unternehmen die verbesserte Konjunkturlage zunehmend als nachhaltig einschätzen.
Optimismus in der Produktion
Der Aufschwung der Industriekonjunktur gewinne an Breite und Dynamik. In der Produktion macht sich den Angaben zufolge Optimismus breit: Der Erwartungsindex für den Bereich erreichte 61,5 Punkte und damit den höchsten Wert seit Beginn des Iran-Konflikts.
Dank des gestiegenen Neugeschäfts aus dem In- und Ausland wurde die Produktion in Österreich im August laut Bruckbauer "stark ausgeweitet". Der Anstieg des Auftragsbestands spreche für eine höhere Auslastung der Produktionskapazitäten, ergänzte Pudschedl.
Trotz der verbesserten Geschäftslage blieb der Kostenauftrieb laut Bank Austria beträchtlich. Der Index für die Einkaufspreise habe im August weiterhin kräftig steigende Kosten für Rohstoffe und Vorleistungen signalisiert. Die Verkaufspreise erhöhten sich ebenfalls, was auf eine etwas stärkere Preissetzungsmacht der Unternehmen hindeutet.
Ertragslage weiterhin angespannt
"Die Unternehmen können einen Teil der höheren Kosten mittlerweile wieder stärker an ihre Kunden weitergeben. Dennoch bleibt der Margendruck hoch, da die Kosten weiterhin schneller steigen als die Verkaufspreise", hielt Pudschedl fest. Die Ertragslage vieler Industriebetriebe bleibe daher angespannt. Angesichts anhaltender Lieferkettenprobleme sei der Versorgungssicherheit im Lagermanagement weiterhin hohe Priorität eingeräumt worden.
Der vorläufige Einkaufsmanagerindex für die verarbeitende Industrie im Euroraum erhöhte sich im August auf 52,8 Punkte. Dafür sei vor allem die Entwicklung in Deutschland ausschlaggebend gewesen, wo der Index auf 54,1 Punkte anstieg. Auch in Frankreich überschritt der Index - nach dem Rückschlag im Juli - mit 51,5 Punkten wieder die Wachstumsschwelle.
kre/spo
ISIN IT0005239360 WEB http://www.bankaustria.at
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