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Abstufung 23.06.2022 17:55:00

Abstufung - Rheinmetall-Aktie geht tiefer aus dem Handel: HSBC sieht Autozulieferbereich von Rheinmetall als Wachstumsbremse - Neuauftrag

Abstufung - Rheinmetall-Aktie geht tiefer aus dem Handel: HSBC sieht Autozulieferbereich von Rheinmetall als Wachstumsbremse - Neuauftrag

Nach dem starken Lauf der Rheinmetall-Aktie prescht am Donnerstag ein Experte mit schwindendem Optimismus vor. Die britische Investmentbank HSBC gab ihre Kaufempfehlung auf, was unter Analysten derzeit selten ist. Nur Anfang Mai hatte es einmal eine Abstufung durch Deutsche Bank Research gegeben. Seither hatten sich diverse Experten optimistisch geäußert, darunter Goldman Sachs, Warburg und Oddo BHF mit positiven Empfehlungen.

HSBC-Analyst Richard Schramm senkte nun sein Votum in einer am Donnerstag vorliegenden Studie von "Buy" auf "Hold", obwohl er das Kursziel von 220 auf 240 Euro anhob. Seit Jahresbeginn haben die Papiere des Autozulieferers und Rüstungskonzerns aktuell 150 Prozent zugelegt, in der Spitze sogar um bis zu 170 Prozent. Angesichts des Ukraine-Kriegs fungierten dabei vor allem die Investitionen des Westens in Verteidigung als Treiber.

Vor diesem Hintergrund erhöhte Schramm zwar seine Wachstumserwartungen für die Rüstungssparte des Konzerns, er bleibt hierbei aber nach eigener Aussage noch recht zurückhaltend. Während es in dieser Sparte also puren Optimismus gebe, werde aber mit dem zweiten Kernsegment ein wichtiger Bremsklotz von Anlegern ignoriert, so sein Hinweis. In der Automobilindustrie zögen derzeit generell dunkle Wolken auf.

Auf dem Kursniveau, das kurz vor seiner Studienveröffentlichung noch nahe am Rekordhoch von 225 Euro lag, verspreche das Papier kein attraktives Kurspotenzial mehr. Nach Kursverlusten schon am Vortag sackten die Rheinmetall-Aktien am Donnerstag nochmals um 3,2 Prozent ab. Aktuell notieren sie bei 210,60 Euro.

HSBC stuft solche Aktien immer mit "Hold" ein, deren Kursziel bis zu 5 Prozent über oder unter dem aktuellen Kurs liegt./tih/ajx/nas

Rheinmetall erhält Neuauftrag von deutscher Luftwaffe

Rheinmetall hat einen Neuauftrag für Bodenstartgeräte für die deutsche Luftwaffe vom Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) erhalten. Der Rahmenvertrag beläuft sich laut Mitteilung auf 13 Millionen Euro, er hat eine Laufzeit von drei Jahren. Im Zeitraum 2022 bis 2025 soll Rheinmetall 16 neue mobile Bodenstartgeräte mit integrierter Bodenstromversorgung (MSU-GP) liefern. Der Vertrag umfasst auch die Aufrüstung der 48 aktuell in Betrieb stehenden MSU-E-Einheiten auf den jüngsten Stand der Version MSU-GP. Die deutsche Luftwaffe verwendet die MSU von Rheinmetall seit 2014 für ihre gesamte Luftfahrzeugflotte, inklusive des Eurofighters.

Die Bodenstartgeräte von Rheinmetall werden in militärischen wie auch zivilen Anwendungen eingesetzt. Die Systeme finden sich auf Flughäfen rund um den Globus - insgesamt seien mehr als 1.200 Exemplare in mehr als 40 Länder geliefert worden. Im militärischen Bereich werden die Startgeräte Rheinmetall zufolge auch von der US Navy auf allen Flugzeugträgern eingesetzt. Große deutsche Fluggesellschaften sowie British Airways, American Airlines, Air New Zealand und Fedex setzen sie ebenfalls ein.

Die Rheinmetall-Aktie verliert auf XETRA zum Handelsende satte 5,01 Prozent auf 206,70 Euro. In den vergangenen Wochen war die Aktie jedoch auch rasant angestiegen.

LONDON/FRANKFURT (dpa-AFX Broker / Dow Jones)

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